"Zur Reduktion der Überstunden braucht es dringend politische Maßnahmen. Ich unterstütze daher den Vorschlag des ÖGB", erklärt unsere ArbeitnehmerInnensprecherin Birgit Schatz, die bereits im Vorjahr einen Antrag auf Anhebung der Überstundenzuschläge eingebracht hat.
Schatz erläutert: "Wenn es um Überstundenzuschläge geht, schreit die Wirtschaft wegen der angeblichen Mehrkoste
n auf. Wenn aber neue Jobs geschaffen werden, statt ArbeitnehmerInnen systematisch Überstunden machen zu lassen, dann würden die Unternehmen letztlich sogar Kosten sparen. Es geht also nicht darum, die Unternehmen mehr zu belasten", erklärt Schatz.
Dass die Unternehmen wegen der höheren Aufschläge protestieren, legt die Vermutung nahe, dass viele Unternehmen gar keine Überstunden auszahlen bzw. ohne die derzeitigen Zuschläge. Um der Gefahr vorzubeugen, dass viele Unternehmen vermehrt auf All-in-Verträge ausweichen wenn die Überstundenzuschläge erhöht werden, fordert Schatz als Begleitmaßnahme eine Abschaffung der All-in-Verträge.
Ungünstig verläuft ihrer Meinung nach auch die Flexibilisierungsdebatte: "Die Flexibilisierungen der letzten Jahre gingen voll auf Kosten der ArbeitnehmerInnen, deren Einkommen und Lebensqualität. Das heißt nicht, dass Arbeitszeitflexibilität an sich abzulehnen ist, denn auch ArbeitnehmerInnen haben Interesse an flexibler Arbeitzeit. Die Flexibilität muss aber ausgewogen gestaltet werden, denn wenn die Industrie von Arbeitszeitflexibilisierung spricht, will sie einfach Personalkosten sparen, das ist für die Grünen nicht akzeptabel", schließt Schatz.