"Eine weitere Reform der finanziellen Förderung von Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, wird nicht genügen, um den Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen zu beheben. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass längst eine grundlegende Reform der Berufsausbildung notwendig ist," erklärt Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen zum Thema Lehrlingsausbildung und FacharbeiterInnenmangel.
Bildungsniveau der LehrabsolventInnen erhöhen
Die Grünen haben dazu auch konkrete Vorschläge, die einerseits die ausbildenden Betriebe entlasten und die Lehrausbildung insgesamt qualitativ verbessern könnten. "Das jetzige duale System sollte in ein triales umgewandelt werden. Der Lehrling verbringt ein Drittel seiner Lehrzeit im Betrieb, ein Drittel in der neuen Berufsschule - die damit aufgewertet wird - und ein Drittel der Zeit in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte, die eine Lehrwerkstätte oder auch ein Ausbildungsverbund sein kann. So wird das allgemeine Bildungsniveau der LehrabsolventInnen erhöht und die Ausbildungsbelastung der Betriebe durch die Kooperation mit den überbetrieblichen Einrichtungen reduziert", erläutert die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen.
Modularisierung der Berufsausbildung ausbauen
Wichtig sei auch, dass die Modularisierung der Berufsausbildung weiter vorangetrieben wird, "denn derzeit ist eine Lehrausbildung meist eine Bildungssackgasse. Weiterbildung und Umschulungen sind kompliziert, weil man bei einem Berufswechsel oft wieder von vorne anfangen muss. Das kostet Zeit und ist eine der Ursachen unseres FacharbeiterInnenmangels, der dringend behoben werden muss", so Schatz abschließend.