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19.02.2010 13:35

Schatz begrüßt ÖGB-Forderung nach voller Pflichtversicherung für alle Beschäftigungsverhältnisse

"Das Europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung scheint nun endlich eine längst überfällige Dynamik in gewerkschaftliche Forderungen zu bringen. "Für tausende Menschen, die in Österreich trotz Arbeit in die Armuts- und Unsicherheitsspirale schlittern, besteht wieder etwas Hoffnung. Denn der ÖGB schließt sich endlich der Grünen Forderung nach voller Pflichtversicherung für alle Beschäftigungsverhältnisse und der Einführung eines höheren Mindestlohnes an", erklärt die ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, Birgit Schatz.

Regierung Druck machen

"Ich hoffe, der ÖGB schafft es, gegenüber der Regierung entsprechenden Druck zu machen. Die Umsetzung dieser Forderungen wären eine effektive Bekämpfung der steigenden Armuts- und Niedriglohnproblematik in Österreich und würde für eine längst überfällige gerechtere Verteilung nicht nur von Geld, sondern auch von Arbeits- und Sozialrechten sorgen", so Schatz.

"Den Mindestlohn zu erhöhen ist absolut wichtig, allerdings kann nur eine gesetzliche Lösung alle Lücken schließen und Löhne wirklich armutsfest machen", so Schatz. Leider gibt es nach wie vor zu viele ArbeitnehmerInnen, die nicht von Kollektivverträgen erfasst sind und sogar unter 1000 Euro brutto verdienen, Freie DienstnehmerInnen und Scheinselbstständige gehören auch dazu. Was der ÖGB sofort forcieren muss, ist eine solidarische Lohnpolitik, die zur stärkeren Erhöhung der Löhne und Gehälter vor allem in den klassischen 'Frauenbranchen' führen.

 




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