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06.10.2009 11:49

Schon wieder ÖBB-Katastrophen-Fahrplan - und Doris Bures schaut untätig zu!

"Rückzug nahezu auf der ganzen Fläche, Verschlechterungen und gestrichene Züge im Fernverkehr genauso wie bei den PendlerInnen-Verbindungen, und das wenige Monate nach der letzten saftigen Tariferhöhung. Das sind die ersten offiziellen ÖBB-Informationen über den neuen Fahrplan, der mit 13. Dezember auf die Fahrgäste losgelassen wird. Das übertrifft noch das in den Entwürfen angedeutete Streichkonzert", kritisiert Gabriela Moser, Verkehrssprecherin der Grünen. Außer ein paar mit viel teurem Steuergeld erkauften Alibi-Verbesserungen wie in Tirol ist das Kundenvertreibung auf der ganzen Linie, bis hin zu Bundeskanzler Werner Faymann, dessen Lieblingszug nach Venedig sang- und klanglos eingestellt werden soll! "Deutlicher kann SPÖ-Ministerin Doris Bures nicht mehr zeigen, dass ihr die Fahrgäste und ihre Bedürfnisse völlig egal sind. Die Grünen werden sich mit dieser Katastrophen-Politik von ÖBB und Bundesregierung nicht abfinden – wenn Bures nicht umgehend im Interesse der Fahrgäste einschreitet, wird es einen heißen verkehrspolitischen Herbst geben".

Skandal folgt auf Skandal

"Wenn Bures nicht endlich einschreitet, ist die Bahn in Österreich bald klinisch tot - wenn kein Zug mehr fährt, helfen auch Beruhigungspillen wie mehr Fahrgastrechte nichts mehr. Bei den ÖBB folgt Skandal auf Skandal und ein Streichkonzert bei Zügen und Bussen jagt das andere, und die Ministerin schweigt", kritisiert Moser.

"Wer kleinlich herumstreicht, spart vielleicht ein paar Euro für die ÖBB-Bilanz ein, bringt aber das System Schiene um - mit gewaltigen Folgekosten für alle, die auf die teurere Straße wechseln müssen, und für Volkswirtschaft und Umwelt. Die Null-Politik von BM Bures fällt uns allen und vor allem den finanziell schlechter gestellten Haushalten auf den Kopf: Mit weniger Zugsangebot steht Österreich auf der Straße, und wie mit der Verlagerung auf die Straße und das Flugzeug werden Österreichs Klimaziele nie erreicht werden. Somit wird zwar bei den ÖBB gespart, dafür zahlen alle mit Klima-Strafzahlungen x-fach drauf! Das ist keine Verkehrspolitik, sondern Unfähigkeit zum Quadrat", kritisiert Moser.

Viel Steuergelder für ÖBB

Jetzt rächt sich insbesondere, dass BM Bures nicht willens oder nicht imstande ist, die ÖBB wenigstens zur Einhaltung der geltenden Gesetze, wenn schon nicht zu einem offensiven Angebot für die Fahrgäste zu bewegen. Denn laut Gesetz müssen die ÖBB nicht nur ein definiertes Grundangebot an Zügen bereitstellen, ohne dafür nochmals extra die Hand aufzuhalten, sondern z.B. auch alle Strecken von sich aus in gutem Zustand erhalten. Dafür fließt viel Steuergeld an die ÖBB, diese hält jedoch landauf landab diese gesetzlichen Vorgaben nicht ein, wenn Verbindungen wie Linz-Graz kalt lächelnd gestrichen werden oder auf vielen Regionalstrecken wegen verkommener Infrastruktur kein pünktlicher Zug mehr fährt.





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