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Ernährung ist vital

- und ein Grünes Kernthema. Hier finden Sie eine Übersicht zu Schwerpunkten Grüner Politik in diesem Bereich:

ALLES BIO – Sicher Gentechnikfrei!

  • Der Biolandbau ist nachhaltig und daher zukunftsfähig. Er muss zum Leitbild der Agrarpolitik und Lebensmittelbranche werden. Die Grünen fordern eine verstärkte Förderung von Bio und Qualitätsmaßnahmen im Rahmen des Programms Ländliche Entwicklung 2007 bis 2013. „BIO Made in AUSTRIA“ soll Vorrang haben!

  • Keine Gentechnik auf den Feldern und auf den Tellern, kein Kniefall vor der Gentechnik-Lobby, so lautet die Grüne Position. Gentechnik taugt nicht zur Hungerbekämpfung, im Gegenteil: Patente und Saatgutmonopole verschärfen die Hungerproblematik.

Für nähere Informationen finden Sie rechts im Bereich Downloads die Broschüre "Lebensmitteltipps der Grünen" und die Kurz & Bündig-Dokumente "Biolandbau" sowie "Gentechnikfreiheit".

 
FAIR TRADE STATT FREE TRADE

  • Die Anzahl der Hungernden steigt weltweit. Gleichzeitig gibt es einen Überfluss von anonymer Massenware und regelmäßig wiederkehrende Lebensmittelskandale in den Industrieländern. Futtermittelimporte aus Entwicklungsländern entziehen den Menschen dort die Lebensgrundlagen und erzeugen Überschüsse in den Industrieländern. (Antrag der Grünen zu den WTO-Verhandlungen im Bereich des Agrarhandels als PDF)

  • Die WTO-Verhandlungen (sog. „Doha-Entwicklungsrunde“) sind gescheitert. Daher fordern die Grünen: „Fairer statt freier Markt.“ Die Agrarpolitik muss sich an der Bekämpfung des Hungers und einer nachhaltigen Entwicklung orientieren. Bei öffentlichen Ausschreibungen sollen Fair-Trade-Produkte bevorzugt werden, auf EU-Ebene fordern die Grünen die Abschaffung der Einfuhrzölle für Fair-Trade-Erzeugnisse.

  • Derzeit werden die Europäischen Partnerschaftsabkommen (EPAs) zwischen der EU und den Ländern Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP) ausgehandelt. Die AKP-Länder sind dabei aufgefordert, ihre Märkte zu liberalisieren und sich auf neue, auf Gegenseitigkeit beruhende regionale Handelsregelungen mit der EU einzulassen.
    Die Grünen befürchten ebenso wie viele Entwicklungsorganisationen, dass die EPAs in der derzeit verhandelten Form gegebene Ungleichheiten noch verschärfen könnten; vor allem die kleinbäuerlichen Strukturen und damit die Ernährungssicherheit könnten in den AKP-Ländern durch den Import von immer noch hochsubventionierten Dumping-Agrarprodukten aus der EU am Spiel stehen.  (Nähere Informationen:  AGEZ-Positionspapier im Bereich Downloads)

  • Tierseuchen: industrialisierte Massentierhaltung ist transportintensiv und für die Übertragung von Seuchen äußerst anfällig; Tiertransporte sind nicht nur qualvoll, sondern auch sinnlos und gefährlich. (Nähere Informationen: Kurz & Bündig-Dokument "Tierschutz")

 
ESSEN ODER TANKEN

Hunger und Energiehunger: Steigende Energiepreise verstärken den Druck auf die Lebensmittelmärkte der armen Länder. Die Flächenansprüche auf Energiepflanzen wachsen. Durch den Pflanzentreibstoff-Boom entstehen Umwelt- und Ernährungsrisiken.

Die Grünen im Europäischen Parlament haben zur Kampagne "Essen oder Tanken" eine Broschüre veröffentlicht, die als PDF zur Verfügung steht. ("Essen oder Tanken?" im Bereich Downloads)