Koexistenz zwischen gentechnischer und biologischer Landwirtschaft kann es nicht geben - mit dieser Kernbotschaft warnte Percy Schmeiser, Alternativer Nobelpreisträger und Ikone der Gentechnikgegner, Österreich und Europa davor, den gegenteiligen Versprechungen zu vertrauen. "Es gibt keinen Weg zurück", so der Kanadier heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz der Grünen in Wien.
Egal mit welchen Maßnahmen man es zu verhindern versucht und um welche Pflanzen es sich auch handelt, das herkömmliche Soja, Raps oder Mais würde verunreinigt. "GVO haben sich im ganzen Land ausgebreitet - man hat keine Wahl mehr", betonte der Kanadier.
Europa und damit auch Österreich stünden noch am Scheideweg - deshalb sei er hier, um ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen, so Schmeiser. Beim Landwirtschaftssprecher der Grünen, der den Kanadier eingeladen hatte, lief er damit offene Türen ein. Österreich müsse gentechnikfrei bleiben und die EU das Recht auf solche Regionen einräumen.
Die Europäische Lebensmittelagentur sollte reformiert werden und dort, ebenso wie in der WTO, das Vorsorge-Prinzip verankert werden, forderte Wolfgang Pirklhuber. Ebenso wünscht sich der Politiker u.a., die Haftung nach dem Verursacherprinzip gesetzlich zu verankern. (APA)