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21.07.2010 12:55

Zinggl zu Leopold Museum: "Nun ist der Weg frei für umfassende Rückgaben"

"Nun haben wir es also schwarz auf weiß: Die Stiftung Leopold kann Bilder verkaufen oder verschenken, sie muss es nur wollen", erklärt der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl angesichts der Ankündigung des Museums, zur Finanzierung des "Bildnis Wally"-Vergleichs Sammlungsbestände zu veräußern.

"Sammlungsverkäufe laufen entgegen der langjährigen Beteuerungen des Leopold-Anwalts Andreas Nödl dem Stiftungszweck doch nicht zuwider. Damit ist das zentrale Argument hinfällig, mit dem die Stiftung Leopold jahrelang versucht hat, Restitutionen zu verhindern. Der Weg ist also frei für die umfassende Rückgabe der bedenklichen Objekte aus der Sammlung Leopold."

Schieles "Bildnis Wally" als NS-Raubkunst anerkannt

Mit der Einigung habe sich "im Leopold Museum die späte Einsicht durchgesetzt, dass es sich bei Egon Schieles "Bildnis Wally" um NS-Raubkunst handelt und dass das Bild vor 1939 im Eigentum von Lea Bondi-Jaray stand. Das ist einer der erfreulichen Aspekte dieser zwölfjährigen Geschichte", erläutert Zinggl.

"Die Einigung in ihrer jetzigen Form hätte bei einer weniger sturen Haltung der Stiftung Leopold schon vor langer Zeit erzielt werden können. Aber die Stiftung hat es vorgezogen, Jahr für Jahr hunderttausende Euro in Anwalts- und Gerichtskosten zu buttern, weil Rudolf Leopold sich weigerte, das Bild als NS-Raubkunst anzuerkennen."




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