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29.01.2010 10:41

Sanierung der jüdischen Friedhöfe ist erfreulicher erster Schritt

Weitere Erhaltung der Friedhöfe ist aber nach wie vor offen

„Wenn heute im Parlament über die Sanierung der jüdischen Friedhöfe diskutiert und ein wichtiger Schritt zur Sanierung gesetzt wird, ist das erfreulich und ein politischer Erfolg“, sieht der Grüne Justizsprecher Albert Steinhauser in der heutigen Parlamentsdebatte einen wichtigen Zwischenschritt. IKG Präsident Ariel Muzicant und die Grüne Klubobfrau Eva Glawischnig haben sich über Jahre für die Restaurierung und Pflege der Friedhöfe durch die Republik eingesetzt.

Auch an die Zukunft denken!

In die Freude mischt sich aber ein beträchtlicher Wermuthstropfen: Die Gefahr besteht, dass damit die Debatte beendet wird. Völlig offen ist nämlich, ob die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe künftig vonstatten gehen wird, da jetzt nur die Sanierung gesichert ist. „Ich fürchte, dass jene Gemeinden, die schon bisher bei der Erhaltung und Pflege säumig sind, auch künftig keine besonderen Ambitionen bei der Erhaltung zeigen werden“, sieht Steinhauser weiter Handlungsbedarf. Es ist daher ein Fehler, dass die Regierungsparteien heute einen Antrag der Grünen ablehnen wollen, der die Erhaltung und Pflege der jüdischen Friedhöfe durch den Bund sicherstellen würde. “Es wäre schade, wenn die Mittel zur Sanierung nicht ausgeschüttet werden, weil sich die Gemeinden die Erhaltung nicht leisten können oder wollen“, schließt Steinhauser.

 

 

 




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