
Die UN-Klimakonferenz fand vom 7. bis 18. Dezember 2009 in Kopenhagen, Dänemark statt. Das Ziel der Klimarahmenkonvention besteht darin, eine gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern. Die Delegierten aus 25 Länder haben sich nach einem 31-stündigen Verhandlungsmarathon lediglich auf einen „Minimalkonsens“ geeinigt. In einem „zur Kenntnis genommenen“ und völkerrechtlich nicht bindenden politischen Papier, dem Copenhagen Accord , ist das Ziel erwähnt die Erderwärmung auf weniger als 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
Wie schon im Vorfeld des Gipfels lagen vor allem die Positionen zwischen Industrie- und Schwellenländern weit auseinander. Besonders kontrovers war die Frage, welchen Beitrag bei der Reduzierung der Treibhausgase die Industrie- und welchen die Schwellen- und Entwicklungsländer leisten sollten. Bei der Konferenz gelang es den Teilnehmern nicht, verbindliche Reduktionsziele festzulegen. Das Abkommen hält lediglich fest, dass die Emissionen - in den einzelnen Ländern und auf globaler Ebene - so schnell wie möglich gesenkt werden sollen. Dafür sollen die Industrienationen bis zum 1. Februar 2010 Emissionsziele benennen, zu deren Umsetzung sie sich einzeln oder gemeinsam bis 2020 verpflichten. Für die Entwicklungsländer sollen ebenfalls bis Februar "Minderungsschritte" benannt werden.
Konkrete Zahlen gibt es bezüglich der Transferleistungen: Zwischen 2010 und 2012 sollen die Industriestaaten die ärmeren Staaten mit insgesamt 30 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen unterstützen. Diese Maßnahmen sollen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Dollar aufgestockt werden. Weiters erklären sich Schwellen- und Entwicklungsländer damit einverstanden, ihre nationalen Klimaschutzmaßnahmen künftig anhand internationaler Kriterien überprüfen zu lassen - dafür soll auf der nächsten Vertragsstaatenkonferenz ein internationaler Standard definiert und beschlossen werden.
Mit Blick auf die als notwendig angesehenen konkreten Schritte zur Begrenzung der globalen Erwärmung wird das Ergebnis der Konferenz als unzureichend bewertet bzw. als ein Scheitern gedeutet. Ursprünglich war geplant in Kopenhagen ein Folgeabkommen zum 2012 auslaufenden Kyoto-Protokoll zu vereinbaren. Das Abschlussdokument soll die Grundlage sein für ein völkerrechtlich verbindliches Abkommen, das nun innerhalb von sechs Monaten erarbeitet werden soll. Auf der 16. Vertragsstaatenkonferenz in Mexiko Stadt vom 29. November bis 10. Dezember 2010 soll nun ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll beschlossen werden.
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"Der Solarplan ist eine der größten Herausforderungen im Bereich der Erneuerbaren Energie und der Nachhaltigen Entwicklung."(Stefan Schennach)
In den kommenden Jahrzehnten werden die Mediterrane Region und die Europäische Union mit bedeutenden Herausforderungen in den Bereichen Energie und Klimawandel konfrontiert sein. Die Nachfrage nach Energie steigt kontinuierlich, genauso wie die Preise für fossilen Brennstoff. Daher müssen die Teilnehmerstaaten der Euro-Mediterranen Partnerschaft ihre Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz und Energiesparen, Erneuerbare Energien und Reduktion des Treibhauseffektes intensivieren.
Gemeinsam gegen Klimawandel und Energieabhängigkeit
Bei der Gründung der Union für das Mittelmeer haben die Staaten konkrete Projekte gestartet. Eines der Größten ist der Mediterrane Solar Plan (MSP), welcher nicht nur den Bereich Solarenergie umfasst, sondern sich auch zum Ziel setzt, die Entwicklung erneuerbarer Energien und Maßnahmen zur Energieeffizienz sowie ein verstärkte Energieversorgungsnetzverbindungen und Technologie Transfers zu fördern. Alle Mitgliedstaaten der Union für das Mittelmeer, Firmen, Investoren, Finanzinstitutionen und andere interessierte Organisationen sollen sich gemeinsam daran beteiligen, um den Klimawandel, die steigende Nachfrage nach Energie und die Energieabhängigkeit zu bekämpfen. Frankreich und Ägypten haben dafür einen Action Plan vorbereitet, um so schnell wie möglich mit der Implementierung des Mediterranen Solar Plan zu beginnen.
Ziele und Voraussetzung für den Mediterranen Solar Plans
Der Mediterrane Solar Plan hat zwei Ziele:
Um diese Ziele zu erreichen, müssen die Mittemeerstaaten zuerst einige Bedingungen erfüllen: Die Regierungen der Staaten der Mittelmeerregion müssen den politischen Willen zeigen und ein Netzwerk aus Institutionen und Organisationen für die Entwicklung von Technologien im Bereich Erneuerbare Energien errichten. Weiters ist es wichtig, ein stabiles rechtliches und finanzielles Netzwerk von langfristigen Investitionen zu haben, damit die Energiekonsumenten die Vorteile nutzen können. Und es muss das Stromverbindungsnetzwerk in und zwischen den Staaten ausgebaut werden, um den Import und Export der „Grünen Energie“ zu ermöglichen.
Phasen der Umsetzung des Mediterranen Solar Plans
ie Implementierung des Mediterranen Solar Plans soll in mehreren Phasen erfolgen. Die Vorbereitungsphase wurde 2008 eingeleitet. Von 2009-2010 werden erste Pilotprojekte in verschiedenen Ländern gestartet. Hier wird zwischen vier Action Plans unterschieden:
2011-2020 wird dann mit der Umsetzung im großen Stil begonnen, basierend auf den Erfahrungen mit den Pilotprojekten.