Aktuelle Artikel rund um das Thema Umwelt:
The European Commission (EC) has launched three research projects focusing on Climate Change Impacts on Water and Security under the Seventh Framework Programme for Research and Technological Development (FP7) in Egypt. The EC has dedicated over €9 million to funding these projects involving 44 institutions from all over the world. The research consortiums include three Egyptian researchers from the Suez Canal University, Zagazig University and Environment & Climate Change Institute of the National Water Research Centre.
The three projects form a cluster that focuses on investigating climate-induced changes on water resources and their impact on security in southern Europe and neighbouring countries. It is expected that the projects will deliver scientific information that will be of direct use by policy-makers and stakeholders at EU, national and local levels in all areas studied by the projects, including Egypt.
(Quelle: ENPI Info)
Über 50 Staaten haben beim UN-Klimasekretariat ihre nationalen Ziele im Kampf gegen die Erderwärmung eingereicht, wie sie es bei der Klimakonferenz in Kopenhagen vereinbart hatten. Doch die selbstgesteckten Ziele sind ein Konvolut des kollektiven Scheiterns, meint die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Alle Bekenntnisse zum Klimaschutz sind ausgetauscht. Seine Folgen sind für manche Länder schon jetzt spürbar und werden es für alle anderen in absehbarer Zeit sein. Technologien, die ein Wachstum auch ohne Verbrennung endlicher Rohstoffe erlauben, sind bekannt und erprobt. ... Sollten nicht Länder wie Japan und die EU-Staaten noch einmal eine Initiative ergreifen, sollte Barack Obama mit seinem Klimagesetz scheitern, wird es auch in Mexiko kein Abkommen geben. Doch Japan plagt derzeit die Wirtschaftskrise mehr als das Klima, die Europäische Union hat - wie übrigens auch die deutsche Bundesregierung - jede Führungsrolle im Klimaschutz aufgegeben, die Aussichten für ein Klimagesetz in den USA haben sich verdüstert. Dass Mexiko, der nächste Gastgeber, als einziges großes Schwellenland bisher zu seinen Klimazielen schweigt.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung)
Trockenheit, Überflutungen und Verlust von fruchtbaren Böden führen in Afrika zu immer mehr Nahrungsknappheit und Konflikten um Ressourcen. Diese prekäre Situation führt zu massivem Migrationsdruck Richtung Europa, was schon derzeit zu humanitären Katastrophen und sicherheitspolitischen Risiken führt. Aufgrund der Klimaprognosen ist vor allem in den Maghrebländern mit einem zunehmenden Wassermangel zu rechnen. Die Umweltflüchtlinge verschärfen die schwierige Situation an den Außengrenzen Europas zunehmend. Die UNO sagt für die nächsten Jahre weltweit 150 Millionen Menschen voraus, die aufgrund des Klimawandels ihr Land verlassen müssen. Die Klimaveränderungen werden die europäischen Demokratien auf eine große Bewährungsprobe stellen, und ob diese den Schlechtwetttertest bestehen wird, wird man sehen.
In Großbritannien wurde ein Klimaschutzgesetz beschlossen, dass eine drastische Reduzierung der Emissionen um 80 % vorsieht. Von diesem Gesetz sind alle Industriebereiche erfasst, es ist die erste derartig umfassende rechtliche Regelung weltweit. Der britische „Climate Change Act“ gibt der Regierung fixe Ziele vor.
Eine neue Abteilung für Energie und Klimaschutz wird eingerichtet. Der Staatssekretär für Energie und Klimawandel, Ed Miliband, meint: „This law makes Britain a world leader on climate change“. Ein unabhängiges Expertenteam berät die Regierung und verfasst einen jährlichen Bericht über die Fortschritte im Klimaschutz. Der Climate Change Act sieht zusätzlich einen Ausbau erneuerbarer Energie und eine Verbesserung der notwendigen Technologie für die Nutzung alternativer Energie vor. Einen weiteren Meilenstein stellt eine nationale Planung von Infrastrukturprojekten dar.
Sir David King, der frühere wissenschaftliche Chefberater für den ersten Irakkrieg prognostiziert ein Jahrhundert der Rohstoffkriege, aufgrund des Klimawandels und des Bevölkerungswachstums. Zukünftige Historiker werden den Irakkrieg, indem es um Energiesicherheit ging, als ersten Konflikt dieser Art einordnen, werde Auseinerandersetzungen um Wasser oder fruchtbares Land könnten folgen. King betonte auch, dass die Politiker - im Banne der Finanzkrise - den Klimawandel nicht vergessen sollten. Der Rohstoffmangel wird die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts sein.
Das Europäische Parlament ist besorgt über das Tempo des Klimawandels und dessen Auswirkungen. Deshalb forcieren die Parlamentarier die Umsetzung des „Grünen New Deal“ der Vereinten Nationen. Die Abgeordneten plädieren dafür, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 um 25 % bis 40 % bis zum Jahr 2020 und um mindestens 80 % bis zum Jahr 2050 zu reduzieren. Zugleich legen sie zahlreiche Empfehlungen für eine künftige integrierte EU-Klimaschutzpolitik vor. Die im Abschlussbericht vorgeschlagenen Maßnahmen sehen unter anderem eine Steigerung der Energieeffizienz, einen Ausbau der Solarenergie – vor allem auch in Kooperation mit den Staaten der Union für das Mittelmeer und die Errichtung einer Agentur für erneuerbare Energie, vor. Im Sinne eines neuen „Green Deal“ wird an die Kommission und die Mitgliedsstaaten appelliert, im Zuge der Investitionsprogramme aufgrund der Finanzkrise, in Nachhaltigkeit zu investieren, um Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu fördern. Der Abgeordneten möchten der Finanzierung von Klimapolitik und der Forschung in diesem Bereich Priorität im nächsten Budget einräumen und der Klimawandel müsse als neuer Parameter für alle Politikfelder gelten. Sowohl innerhalb der europäischen Gemeinschaft, als auch in den Außenbeziehungen ist daher eine abgestimmte, zukunftsorientierte Energieagenda notwendig, um Versorgungssicherheit strategisch zu fixieren.
Der französische Präsident Nikolas Sarkozy hat sein ambitioniertes Umweltprogramm, seinen New Deal bei einem Umweltgipfel mit Al Gore und EU-Kommissions Präsident Barroso vorgestellt. Dieser „ökologische New Deal“ umfasst das Bekenntnis zu keinen neuen Kernkraftwerken und ein die Ankündigung eines Moratoriums zum Anbau genetisch veränderter Pflanzen. Mehr Verkehrssicherheit und bessere ökologische Verträglichkeit soll auch durch ein Weg von Straße zum Ausbau des Schiffsverkehrs und der Hochgeschwindigkeitszüge. Bei Umweltverträglichkeitsprüfungen soll es zu einer Beweislastumkehr kommen. Ob es sich tatsächlich um eine ökologische Revolution handelt, wird man an der Umsetzbarkeit dieser Ziele im in Niederungen der vielfältigen Partikularinteressen sehen.