Österreichische ProjektwerberInnen im Bereich Energieeffizienz, Erneuerbare Energieträger und nachhaltige Mobilität sind aufgerufen, Projekte einzureichen. Insgesamt stehen für den heurigen Call rund 56 Mio. Euro zur Verfügung. Der Finanzierungszuschuss für die Projektwerber beträgt 75% der anrechenbaren Kosten. Projekt-Einreichschluss ist der 24. Juni 2010
Weiterführende Informationen zu dem Förderprogramm "Intelligente Energie - Europa", zu den diesjährigen Förderschwerpunkten sowie zu den Fördervoraussetzungen sind abrufbar unter http://ec.europa.eu/energy/intelligent/
Ad-hoc Ausschuss für Energie, Wasser und Umwelt wird zum permanenten Ausschuss aufgewertet. Zudem wird die Vorsitzführung von Stefan Schennach um 2 Jahre verlängert!
Lesen Sie hier neu alles über die UN-Klimakonferenz von Kopenhagen >>
Das EMPA Büromeeting in Ägypten am 20. November 2009 war ein voller Erfolg für den Ad-hoc Ausschuss für Energie, Wasser und Umwelt. Unter anderem wurde er als aktivster Ausschuss dem EMPA gelobt. Weiters wurde auf Grundlage des Jordantalberichts vom Ausschussvorsitzenden Stefan Schennach und seinem 1. Stellvertreter Abderrahmane Bouhrizi (Tunesien) eine Fact-Finding-Mission ins Jordantal Ende Jänner 2010 genehmigt. Stefan Schennach wurde zudem Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit den Auswirkungen der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Mittelmeer befassen soll. Das nächste Präsidiumsmeeting wird am 25. Jänner 2010 in Rabbath, Jordanien stattfinden.
Die EU einigt sich auf gemeinsame Linie beim UN-Klimagipfel
Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben sich am Freitag in Brüssel zum Abschluss des EU-Gipfels zwar auf allgemeine Aussagen für den UN-Weltklimagipfel in Kopenhagen im Dezember geeinigt, aber weder intern eine Aufteilung der Kosten vereinbart noch Aussagen zu den von der EU zu übernehmenden Lasten getroffen. Eine Arbeitsgruppe - bestehend aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich - soll die Verhandlungen über die Lastenverteilung weitertreiben. Der EU-Gipfel unterstützt die Einschätzung der Kommission, dass in den Entwicklungsländern ab 2020 jährlich rund 100 Mrd. Euro notwendig sind, um die Folgen des Klimawandels abzumildern. Die benötigte internationale Hilfe für die Entwicklungsländer wird auf 22 bis 50 Mrd. Euro pro Jahr angesetzt. Die EU-Umweltminister verabschiedeten ein umfangreiches Dokument mit vielen Grundsatzaussagen und einem Bekenntnis der EU zu einem langfristigen Ziel zum Abbau des klimaschädlichen Treibhausgases. (div. Medien)
Startschuss zum Wüstenstromprojekt DESERTEC
Der Startschuss zum Solarenergieprojekt DESERTEC ist, genau zum Jahrestag der Union für das Mittelmeer, beim Gründungstreffen der Desertec-Initiator in München gefallen. Die zwölf beteiligten Partner vereinbarten dort konkrete Schritte zur Realisierung des Desertec-Projektes. Das Ziel ist, spätestens in drei Jahren, umsetzungsfähige Investitionspläne vorzulegen. Die Gesamtkosten für das Desertec-Szenario belaufen sich auf 400 Milliarden Euro, davon 350 Milliarden Euro für die Kraftwerke und 50 Milliarden für den Netzausbau.
Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, erklärte bei der Gründungsveranstaltung des Wüstenstrom-Projekts Desertec in München: "Nach Tagen, in denen über Alttechnologien diskutiert wurde, ist mit Desertec jetzt endlich ein Projekt für die Energiezukunft auf den Weg gebracht worden."
Video zum DESERTEC Projekt und dem Gründungstreffen >>
Weiteres zum DESERTEC Projekt >>
(DieZeit, Focus Online, Lifepr.de)
Finanzspritze zum Jahrestag
Anlässlich des ersten Jahrestages der Union für das Mittelmeer stockt die Europäische Kommission für 2009/2010 die Mittel um 72 Mio. Euro auf. Die Mittel werden wie folgt verteilt:
(Europäische Kommission)
Ein Jahr Union für das Mittelmeer
Vor genau einem Jahr, am 13. Juli 2008, wurde die Union für das Mittelmeer von 43 Staats- und Regierungschefs in Paris gegründet. Die Bilanz fällt leider negativ aus. Die Diskrepanz zwischen den ehrgeizigen Zielen und den Ergebnissen ist enorm. Es kam nur einmal im November 2008 zu einem Treffen der Außenminister, wo die Schwerpunkte festgelegt wurden und Barcelona als Sitz der Union festgelegt wurden. Danach griff Israel im Dezember den Gazastreifen an und die arabischen Mitglieder der Union verweigerten eine weitere Zusammenarbeit. Inzwischen wurde die Blockade wieder gelockert. Trotzdem konnte bisher kein einziges Projekt verwirklicht werden. Viele ambitionierte Projekte der Zusammenarbeit stocken zudem wegen der derzeitigen Finanzkrise. Die Projekte sind nämlich auf staatliche Fonds und Kofinanzierung durch private Investoren angewiesen. Nachdem Schweden nun die EU-Ratspräsidentschaft übernommen hat, dürfte das Interesse für die Mittelmeer-Union auch eher abflauen. Die Schweden kümmern sich mehr für die Probleme der östlichen EU-Nachbarn. Kurz vor dem ersten Jahrestag kam nun doch etwas Leben in das Projekt. Ende Juni trafen sich die Umweltminister in Paris. Sie einigten sich darauf in den kommenden Monaten ein Wasserversorgungsprojekt im Gazastreifen zu starten. Es ist ein kleiner Schritt, aber, so Claire Demesmay von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, um die Mittelmeerunion zu retten, ist Bescheidenheit gefragt (dw-world).
Mehr zur Union für das Mittelmeer unter Facts & Figures hier >>
Ministerrat der EU verabschiedete Liste der Energieprojekte
Der Ministerrat der EU stimmte gestern einer Liste von 47 Projekten für den Bau von Gas- und Elektrizitätsverbindungen zu. Insgesamt würden 3,98 Milliarden Euro an EU-Fördergeldern für diesen allgemeinen Plan zur wirtschaftlichen Erholung veranschlagt. Der meiste Teil des Geldes (1,44 Mrd. Euro) wird für den Bau von mehr Gasverbindungen ausgegeben werden, um eine Gaskrise wie im Januar 2009, als ein Disput zwischen Russland und der Ukraine viele osteuropäische Länder vom Gas abschnitt, zu verhindern. Umweltaktivisten und die Branche erneuerbaren Energien kritisieren an der verabschiedeten Liste, dass zu wenig Geld das Ankurbeln von Erneuerbare Energien und Energieeffizient investiert wird (euractiv).
Neue Pipline durch Afrika geplant
Nigeria, Algerien und Niger bauen ab 2010 eine 4000 Kilometer lange, zehn Milliarden teure Pipeline vom Süden Nigerias durch die Sahara und Algerien nach Europa. Die Pipeline soll den Transport von Gas nach Europa erleichtern. Ende Juni schlossen der russische Energieriese Gasprom ein Abkommen mit der nigerianischen Ölgesellschaft NNPC. Dieses sichert Gasprom den Zugriff auf das Gasvorkommen Nigerias. Diese gelten als die siebtgrößten Vorkommen weltweit. Erste Gaslieferungen sind für 2015 geplant (Basler Zeitung).
Vorlage für nationale Aktionspläne zur Erneuerbaren Energie verabschiedet
Die Europäische Kommission verabschiedete am 30. Juni 2009 eine Vorlage für nationale Aktionspläne zur Erneuerbaren Energie. Diese schreibt den Mitgliedsstaaten der EU vor, einen Plan vorzulegen, wie sie ihre nationalen Ziele für erneuerbare Energien durchsetzen wollen. Das Ziel der neuen Vorlage ist, die Staaten besser miteinander vergleichen zu können und die Pläne der EU, für 2020 12 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen, zu erreichen. Alle zwei Jahre werden die Staaten dann der Kommission Fortschrittsberichte übermitteln müssen. Erstmal haben die Staaten bis 30. Juni 2010 Zeit der Kommission ihre Pläne vorzustellen. Falls ein Plan nicht ausreichend sein sollte, kann die Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen den jeweiligen Staat einleiten. (euractiv)
Erstes Umweltministertreffen der Union für das Mittelmeer
Fast ein Jahr nach der Gründung der Union für das Mittelmeer im Juli 2008 haben sich die Umweltminister der 43 Mitgliedstaaten in Paris zu einem informellen Treffen zusammengefunden. Das zentrale Thema war die nachhaltige Entwicklung in der Mittelmeerregion. Das vorrangige Ziel der kommenden Monaten soll vor allem ein Wasserversorgungsprojekt für den Gazastreifen sein, das etwa ein Fünftel des Wasserbedarfs in den Palästinensergebieten decken soll. Weitere Projekte sind der Bau von Kläranlagen zur Säuberung des Mittelmeers, eine Schutzzone für Meeres- und Uferzonen, Meeresautobahnen (= Schnellrouten für Lkw-Fähren und Frachtwerke). Nach dem Ende der Verhandlungen bemerkte der ägyptische Industrieminister Raschid Muhammed Raschid, dass das Treffen "einen wichtigen Impuls" gegeben habe. (Bieler Tagblatt)
Afrika soll Deutschland mit Solarstrom versorgen
Das Projekt , die größte private Ökostrom-Initiative aller Zeiten, plant Deutschlands Haushalte ab 2019 mit Solarstrom aus Afrika zu versorgen. Dafür sollen gewaltige Solakraftwerke in mehreren Wüsten Afrikas gebaut werden die in zehn Jahren den ersten Strom nach Europa liefern sollen.
Das ehrgeizige Projekt Desertec an dem zwanzig große Konzerne beteiligt sind, hat schon lange das Interesse von Wissenschaftlern, Managern und Politikern geweckt, unter ihnen auch das von Stefan Schennach, der bereits im Mai Vertreter von Desertec zum EMPA-Ausschusstreffen in Wien eingeladen hat. Nun, da die Ressourcen fossiler Energieträger schwinden hat Desertec die Unterstützung der deutschen Bundesregierung zu Realisierung ihrer Pläne zugesagt bekommen. Umweltminister Sigmar Gabriel dazu: "Die Errichtung solcher Kraftwerke in Verbindung mit einem Stromverbund im Mittelmeerraum liegt im europäischen Interesse."
Auch die Umweltorganisation Greenpeace ist begeistert. Sie hält das Projekt für "eine der klügsten Antworten auf die globalen Umwelt- und Wirtschaftsprobleme unserer Zeit." (DieZeit, Süddeutsche)
Die Desertec-Initiatoren planen nun für Mittel Juli eine konkrete Initiative zu starten, um in den nächsten zwei bis drei Jahre konkrete Umsetzungspläne auf den Tisch zu legen.
Desertec und Stefan Schennach
Stefan Schennach ist von Desertec-Konzept begeistert und hat sich seine Umsetzung zu seinem expliziten Auftrag erklärt. Beim ersten Gipfeltreffen des EMPA-Ausschusses für Umwelt, Energie und Wasser haben einige Vertreter von Desertec ihr Konzept erfolgreich den anderen Parlamentariern präsentiert (Fotos und Informationen zu diesem Treffen finden sie hier >>). Anfang Juni hat Stefan Schennach in Tunesien über den Transfer von Solarstrom nach Europa und über Medreg verhandelt. Auch beimTreffen des EMPA-Wirtschaftsausschusses in Ägypten (19.- 22. Juni 2009) wird Solarenergie das zentrale Thema sein. Schennach will den Bau eines Hydrosolar Kraftwerkes in Ägypten (Raffah) forcieren, der Gaza mit Wasser und Energie versorgen soll. Es werden zudem Gespräche über Wassermanagement, Wasserverteilung, Wasser- und Abwassernutzung und der Schutz küstennaher Gebiete und Mündungen geführt werden.
Wollen Sie mehr über Desertec erfahren, dann klicken Sie hier >>
Unterstützen Sie das Desertec Projekt unter www.DESERTEC.org/yourvoice!
Ban Ki Moon sammelt Unterschriften für Klima Abkommen
Der UN-Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki Moon hofft durch das sammeln von Unterschriften ein Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen verhindern zu können. Er fordert in der Petition "Seal the Deal" die Führer der Welt auf, verpflichtende Ziele in einem fairen, und effektiven Klima-Abkommen zu definieren und in Kopenhagen die Gelegenheit zu ergreifen, die Menschen und den Planeten zu schützen. "Fördert grünes Wachstum; startet die grüne, kohlenstoffarme Wirtschaft von morgen", so der UN-Generalsekretär.(ntv)
Unterschreiben auch Sie die UN-Kampagne "Seal the Deal" hier >>
Das Ergebnis der UN-Klimakonferenz in Bonn
Zwei Wochen lang dauerte die UN-Klimakonferenz in Bonn. Mehr als fünftausend Unterhändler aus fast zweihundert Staaten nahmen daran teil. Das erklärte Ziel war, wichtige Fragen für ein neues globalen Klimaabkommen, dass im Dezember 2009 in Kopenhagen unterschrieben werden soll, zu klären. Das Ergebnis ist ein mehr als zweihundert Seiten langer Entwurfstext ohne konkrete Ergebnisse und enttäuschte Gesichter bei den Teilnehmern. Nun ist zu hoffen, dass die drei weiteren geplanten Verhandlungsrunden vor Kopenhagen bessere Ergebnisse erzielen. (div. Medien)
Eine Forschgruppe rund um die Potsdamer Gebrüder Meinshausen kommt zu einem ernüchternden Resümee in ihrer Klimafolgenforschung: Wenn vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2050 maximal eine Billion Tonnen CO2 emittiert werden, dann haben wir eine 75-prozentige Chance, dass das Klima nicht völlig aus den Fugen gerät. Dieses Zwei-Grad-Ziel wird auch von einer Gruppe von Klimaforschern von Myles Allen aus Oxford in einem Nature-Artikel dargestellt. Um diese 75-prozentige Chance eine Klimakatastrophe zu vermeiden auch realisieren zu können, müsste die Kohleförderung bis 2030 vollkommen eingestellt werden und die Förderung von Öl und Gas sollte auf die derzeit wirtschaftlich abbaubaren Mengen eingeschränkt bleiben. (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung)
Städte sind Hauptopfer, aber auch Hauptverursacher des Klimawandels. Experten der internationalen Städtekommission des World Future Council und der Hamburger Hafen Universität stellen fest, dass Städte für diese Herausforderungen nur ungenügend gewappnet sind. 80 Prozent der Rohstoffe, wie Kohle, Öl und Gas werden in den Städten verbraucht, dazu kommen der innerstädtische Verkehr und schlecht gedämmte Gebäude. Deshalb wurde ein Aktionsplan zum Umstieg auf erneuerbare Energien erarbeitet, indem ein Appell an nationale Regierungen und Stadtregierungen enthalten ist, innerhalb des kommenden Jahres einen Fahrplan für den Umstieg auf erneuerbare Energien zu erarbeiten. Einige Städte in Österreich und Süddeutschland haben Vorbildwirkung, da sie eine günstige CO2 Bilanz vorweisen können. (Standard)
In ihrem jährlichen Bericht über die Europäische Nachbarschaftspolitik zieht die Europäische Kommission Bilanz über die Reformfortschritte von 2008.
Es konnten im letzten Jahr zahlreiche wichtige Fortschritte erzielt werden: politische Kontakte wurden intensiviert, mehr Handel betrieben, die Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Innovation wurden intensiviert und die Mobilität der Jugend vergrößert. Auch haben die Nachbarländer Fortschritte bei ihren Wirtschaftsreformen und durch Modernisierungsmaßnahmen ein günstigeres Umfeld für ihre Unternehmen geschaffen. Zudem wurden zwei neue regionale Rahmenstrukturen geschaffen, welche die Beziehungen stärken und die bilateralen Beziehungen ergänzen: die Union für den Mittelmeerraum und die Östliche Partnerschaft.
Hier finden sie das vollstängide Dokument der Europäischen Kommission sowie die Entwicklung der einzelnen Länder zusammengefasst >>
Das Europäische Parlament begrüßt ein Abkommen, das von den anderen EU Institutionen initiiert wurde, um die Macht der Energiegiganten zu beschneiden und um einem Binnengas- und Elektrizitätsmarkt näher zu kommen. Kritiker meinem, dass die Maßnahmen nicht ausreichen, um die Macht der großen Monopole zu brechen. Die Vorschläge haben sehr viele Kontroversen hervorgerufen, weil große Energiefirmen, wie EDF und E.ON, die sowohl die Elektrizitätsproduktion, als auch die Verteilung von Energie kontrollieren, betroffen sein werden. Frankreich und Deutschland hatten alternative Vorschläge eingebracht. Als Kompromiss wurde ein Modell gefunden, das eine Wahloption für die Firmen enthält, indem via unabhängiger Stellen, die Entbündelung sichergestellt werden soll. (euractiv)
Der slowakische EU-Kommissar Janez Potocnik für Wissenschaft und Forschung sagte, dass die EU Milliarden für grüne Technologien investieren werde. Intelligente Investitionen im Bereich sauberer Technologien, Biotechnologien und Nanotechnologie sollen durch öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) finanziert werden. Technologien mit einem geringen C02-Verbrauch stellen einen wichtigen Markt für die Zukunft dar. Für Forschung und Entwicklung sind 1,2 Milliarden Euro als Teil des Programms „Factories for the Future“ budgetiert. Für die Forschung für energieeffiziente Gebäude ist eine Milliarde bereitgestellt und die „Green Car Initiative“ wird mehr als 5 Milliarden erhalten (euractiv)
36,5 Billionen Euro wurden im vergangenen Jahr weltweit in Branchen erwirtschaftet, in denen Energie und Energieeffizienz von strategischer Bedeutung ist. Das entspricht 40 % aller Umsätze. Der Wettbewerbsfaktor Energie spielt in den Wirtschaftssektoren Transport, Verkehr, Gebäudetechnik, energieintensive Industrien, Maschinen- und Anlagenbau, Informationstechnologien, IT-Services, sowie in der Energiewirtschaft eine Schlüsselrolle. Bereiche mit besonders rasantem Wachstum – durchschnittlich 13% Zuwachsrate pro Jahr - so genannte Wachstumskerne bieten das Potential für ein erhebliches Investitionssvolumen, verbunden mit starkem Jobwachstum. Dies sind vor allem die Entwicklung von emissionsarmen PKW-Technologien und Optimierungen im Gebäudesektor. Im Bereich der Energieeffizienz wären mit dem Konzept des „Total Cost of Ownership“ immense Summen einzusparen (Presseaussendung Mc Kinsey).
EU-Kommissar Joe Borg kommt als Resümee der europäischen Fischerpolitik zu dem simplen Schluss, dass es zu viele Fischereiunternehmen und zu wenig Fische gibt. Vor allem Fischarten wie Thunfisch, Kabeljau, Scholle und Seezunge sind massiv vom Aussterben bedroht. Als Lösungsansatz sieht die EU-Kommission eine Verschrottungsprämie für Fischereiflotten und strikte Quoten vor, um die Überfischung einzudämmen. Bis 2013 sollen dafür neue Regelungen erarbeitet werden (Grünbuch EU Fischerei)
Die Europäische Kommission startet am 15. April einen neuen Fernsehkanal. Das Ziel ist, die Öffentlichkeit über die Euro-Mediterrane Partnerschaft zu informieren, den Dialog anzuregen und die kulturelle Vielfalt und Geschlechtergleichheit zu fördern. Das Projekt wird mit 2,16 Millionen Euro von der Europäischen Kommission teilfinanziert. Bis Februar 2010 wird das EuroMed Produktionsteam aus France Télévision und hunderte lokale Journalisten aus Algerien, Jordanien, Libyen, Syrien, Marokko und dem Libanon 17 Stunden Programm produzieren. Gezeigt werden eine Reihe von Programmen wie Nachrichten, Magazine, Dokumentationen auf öffentlichen Kanälen in Nordafrika und dem südlichen Mittelmeerraum. Unter anderem sollen die Beschäftigung junger Menschen, der Kampf gegen Analphabetismus, die Meeresverschmutzung, Solarenergie und die Euro-Mediterrane Kulturgeschichte thematisiert werden. Die Hauptkunden des Programms sind die BürgerInnen Nordafrikas und dem Mittleren Osten. Dem Rest der Welt stehen die EuroMed News im Internet zur Verfügung. (Euractiv) Hier gelangen sie auf die Homepage der EuroMed News >>
Die Analysten der New Energy Finance stellen eine Halbierung der globalen Investitionen in saubere Energien im ersten Quartal 2009 - im Vergleich zum Vorjahr - fest. Investoren glauben an die mittel- und langfristigen Wachstumschancen der Branche, allerdings leidet der Bereich „Clean Energy“ an den Schwierigkeiten bankfinanzierte Projekte zur realisieren. Der NEX-Index für „Clean Energy“ ist von der Marke von 450 am Beginn 2008 auf den Wert von 170 gesunken. Staatliche Pläne zur Stimulierung des Wachstums im Bereich Erneuerbarer Energien könnten ein Hoffnungsschimmer für die Branche sein. (Financial Times Online)
Die britische Umweltagentur hat eine Studie veröffentlich, die unterstreicht, dass Biomasse eine nachhaltige Energiequelle ist, wenn man sie vernünftig nutzt. Im Idealfall entstehen bei der Energieproduktion aus Biomasse um 98 % weniger Emissionen als bei der Energiegewinnung aus Kohle. Der wichtigste Aspekt bei einer umweltverträglichen Nutzung von Biomasse ist, dass die Biomasse aus nachhaltigen Quellen, wie Abfällen kommt und diese aus dem lokalen Bereich stammen. Eine massive Veränderung der Landnutzung sollte nicht vorgenommen werden und die Produktion von Energie aus Ernteerträgen, die mithilfe von Stickstoffdünger erzielt wurden, sollte vermieden werden. Die nachhaltige Nutzung von Biomasse hängt in hohem Maße von der Definition und Einhaltung verbindlicher Qualitätsstandards für die Energiegewinnungsanlagen ab. (The Guardian)
Aus dem Abschlussdokument der Tagung der internationalen Städtekommission, des World Future Council (WFC) und der Hamburger Hafen City Universität (HCU) geht hervor, dass in den Städten fast 80% der Energie verbraucht wird und diese wird primär aus fossiler Verbrennung gewonnen. Vor allem CO2-Emissionen aus der Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen, schlecht gedämmten Häusern und dem innerstädtischen Autoverkehr schlagen zu Buche. Daher hat die Städtekommission mit dem bekannten Klimaforscher Prof. Graßl einen Aktionsplan zum Umstieg auf Erneuerbare Energien ausgearbeitet. Daneben sind Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz und zum Energiesparen dringend notwendig. (Ökonews)
Beim Kopenhagener Gipfeltreffen muss die internationale Gemeinschaft ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto Protokoll beschließen. Die EU Kommission hat daher einen Vorschlag präsentiert, der eine Limitierung des Emissionswaschstums für aufstrebende Industriestaaten wie China und Indien um 15-30 % unter die derzeitigen Werte, bis zum Jahre 2020 vorsieht. Die Maßnahmen der EU Staaten werden von NGOs stark kritisiert,da sie zu stark auf dem Emissionshandel der UN beruhen. Die EU hat ihre Führungsrolle im Bereich Klimaschutz aufgegeben und sich auf eine abwartende Position zurückgezogen. Ohne den technologischen und finanziellen Beitrag der EU, der USA und Japan wird aber ein energetischer Umstieg für die restlichen Staaten dieser Welt sehr schwierig werden.(Euractiv)
Beim Untergang mehrerer Flüchtlingsboote vor der libyschen Küste sind offenbar hunderte Menschen ertrunken. Offizielle Quellen sprachen von über 300 Toten. In der Nähe von drei Bootswracks haben die Küstenwache mindestens 23 Leichen geborgen, berichtete die libysche Zeitung "Oea" am Dienstag. Mehr als 250 Passagiere der von Sidi Belal nahe der Hauptstadt Tripolis losgefahrene Boote würden vermisst werden. Lesen Sie hier mehr >>
Im Dezember wurde das EU Klimapaket beschlossen. Dieses sieht bis zum Jahre 2020 eine Energiebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern von 34 Prozent vor. Daher ist ein neues Gesetz notwendig, das den Ausbau von erneuerbarer Energien forciert und im Einklang mit der Gesetzgebung in Deutschland steht. Positive Effekte eines solchen Schwerpunktes wären vor allem:
Die britische Regierung befürchtet, dass innerhalb der Hilfspakete für die Weltwirtschaft, Klimaschutzaktionen fehlen könnten. Premierminister Gordon Brown versprach gestern, dass es beim Treffen der G20 viele Stunden harter Verhandlungen geben wird, um diese einmalige Chance zu nutzen. Prominente Wissenschaftler, wie James Hansen, Robert Watson und Steve Howard unterstreichen die Notwendigkeit rascher Maßnahmen, um katastrophale Folgen für die Welt zu verhindern.. Die Briten wollen ein klares Signal an China senden, dass alle Länder Maßnahmen umsetzen müssen. Die Grundlagen für grünes Wachstum und neue „grüne Jobs“ sollten jetzt gelegt werden, um der schlimmsten Rezession seit den 30iger Jahren, effektiv zu begegnen.