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Politik

Prinz El Hassan bin Talal von Jordanien

Brückenbauer zwischen Orient und Oxident

Die wesentliche Konstante im Leben des jordanischen Prinzen ist die aktive Förderung des interkulturellen Dialoges  zur  Schaffung von Vertrauen, in einer Region des tiefen Misstrauens, dem Nahen Osten. Prinz El Hassan bin Talal ist der Bruder und langjährige politische Berater des verstorbenen Königs Hussein und Onkel des heutigen König Abdullah II von Jordanien.

 

Portraitfoto von Prinz El Hassan von Jordanien
Prinz El Hassan von Jordanien und Br. Stefan Schennach in Wien


Wasser ist Frieden

Wasser als Quelle allen Lebens spielt dazu in den von Wasserknappheit geprägten Ländern der Region die entscheidende Rolle. Die Hegemonie über das Wasser ist eine Machtfrage erster Ordnung mit immenser sicherheitspolitischer Tragweite vom Maghreb bis zu den Höhen des Golan. Der haschemitische Prinz sieht in der Trias der Sicherung von Wasser, Energie und Umwelt das entscheidende Kriterium für Frieden  in der Region. Der studierte Orientalist führt den Vorsitz in zahlreichen, internationalen Initiativen und ist Mitglied in namhaften Organisationen, wie beispielsweise dem Zentrum für Friedensstudien und Konfliktforschung der Universität von Oklahoma oder der Initiative gegen Nukleare Bedrohungen.

Seine königliche Hoheit Prinz El Hassan bin Talal war im Jahre 2004 Gast bei dem ersten internationalen Kongress für einen Globalen Marschall Plan in Wien, wobei der Präsident des Arab Thought Forum vor allem die Bedeutung der ökosozialen Marktwirtschaft und ökologische Lösungen hervor hob. „Ich bewundere Innovationen mit Solarenergie“, meint der jordanische Prinz und untermauert dies auch mal in unkonventioneller Art durch einen rasante Pressefahrt  im Solartaxi. Die Begeisterung für Solarenergie und die Überzeugung, dass diese reichlich vorhandene Ressource für die Zukunft der Region entscheidend ist, wird auch im Weißbuch von Desertec – einer Initiative zur Förderung der Solarenergie -  dargestellt.

Vielleicht wird der Traum des Prinzen aus dem Morgenland schon bald Realität, die arabische Halbinsel, ein Mekka der Solarscheichs, die saubere Energie nach Europa liefern.

Sehen Sie sich hier einen Beitrag von Euronews an über "Desert Solar Power" mit einem Interview mit Prinz Hassan bin Talal >> 

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Weiter Fotos und Informationen übern den Besuch von Prinz Hassan bin Talal zum EMPA Ausschusstreffen in Wien finden Sie hier >>

Napoletano-Bericht

Federführerin Pasqualina Napoletano

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 19.2.2009 zum Barcelona Prozess: Union für das Mittelmeer

Das Europäische Parlament hat einen neuen Bericht zum Thema „Barcelona Prozess: Union für den Mittelmeerraum“ unter der Federführung der Italienerin Pasqualina Napoletano, Vizepräsidentin der Sozialdemokratischen Fraktion und Berichterstatterin des Europäischen Parlaments zu diesem Thema erstellt, um die Euro-Mediterrane-Partnerschaft anzukurbeln und Bilanz zu ziehen.

Der Bericht betont die Notwendigkeit der Vertiefung und Erneuerung der Zusammenarbeit, um auf lange Sicht einen Raum des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstands zu schaffen. Er stellt fest, dass die bisherige Politik einige Schwachstellen hatte und die Bilanz enttäuschend ist, da einige Partnerstaaten keine wesentlichen Forschritte gemacht haben. Ganz besonders geht der Bericht auf die Defizite im Bereich Demokratie und Menschenrechte ein, denn eine echte wirtschaftliche Integration kann laut Europäischem Parlament nur verwirklicht werden, wenn in diesen Bereichen Fortschritte erzielt werden.

Um die Beziehungen zu beleben müssen, laut dem Europäischen Parlament, Gebietskörperschaften, Sozialpartner und Zivilgesellschaften an Projekten und Initiativen beteiligt werden. Bereits existierende Instrumente und Strategien dürfen sich nicht überlagern, sondern müssen bewertet und angepasst werden.

Auf Grund der neuerlichen Verschärfung des Nahost-Konfliktes sieht das Europäische Parlament die Gefahr, dass mehrere Ziele nicht erreicht werden können. Es fordert konkrete Schritte im Hinblick auf die Lösung des Konfliktes und begrüßt den Appell an die betroffenen Nahostkonflikt-Parteien sich zu bemühen, einen Prozess der Entmilitarisierung und Abrüstung im Nahost einzuleiten.

Ganz besonderst begrüßt das Europäische Parlament die Zusammenarbeit bei Umwelt- und klimabezogenen Themen und hofft, dass die Erwartungen erfüllt werden und die neuen Initiativen, wie die Bekämpfung der Verschmutzung des Mittelmeers und das Projekt für Solarenergie. Im Bereich Migration legt es den Ländern nahe, eine gemeinsame migrationspolitische Strategie zu verfolgen. Weiters muss das Wirtschaftswachstum in der Region, deren Eingliederung in die Weltwirtschaft und die Verringerung der Entwicklungskluft  gefördert werden und der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Die geplante Freihandelszone muss verwirklicht werden und das Europäische Parlament empfiehlt den Partnerländern den Süd-Süd-Handel zu entwickeln.

Bezüglich der Errichtung einer Europa-Mittelmeer-Investitionsbank und eine Sekretariats erklärt das Europäische Parlament seine volle Unterstützung und es ermutigt außerdem zum Ausbau der Anna-Lindh-Stiftung.

Zur Homepage des Europäischen Parlaments >>

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