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Medien

Aktuelle Beiträge der Medienberichterstattung zu Stefan Schennach und zum EMPA-Ausschuss

28. - 29. Juni: Mittelmeerkonferenz in Innsbruck

Sitzung des Euromediterranen Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser 

Am 28. und 29. Juni findet ein Treffen der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPA) unter der Vorsitzführung des Präsidenten Stefan Schennach, Bundesrat der Grünen, in Innsbruck statt. 

Die Konferenz widmet sich vor allem den Themen: Forcierung Erneuerbarer Energie, die Biodiversität und Schutz der Meeresumwelt. Innsbruck soll aber auch am Beispiel der Alpenschutzkonvention den Startschuss für die Bildung einer Mittelmeerkonvention geben, deren Ziel der Schutz der Meeresumwelt, der sanften Mobilität, Energienutzung, Abfallvermeidung, der Entwicklung des regionalen Tourismus und Problematik der Migrationsströme sein soll.

Es werden TeilnehmerInnen aus Palästina, Ägypten, Jordanien, Tunesien, Algerien, Marokko und den Europäischen Staaten erwartet. Neben VertreterInnen von Regierungen und ExpertInnen sind auch NGOs wie Greenpeace eingeladen. 

Die Konferenz findet vor dem Hintergrund zweier international brisanter Themen statt: Zum einen die Öl-Katastrophen im Golf von Mexico und nun auch vor Ägypten, sowie der Diskussion über die Versorgung des Gaza-Streifens. Die Konferenz wird vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck unterstützt und unterstreicht dadurch ihren Platz als internationale Drehscheibe der Kommunikation zwischen Nord und Süd. (Presseaussendung 23. Juni 2010)

Schwieriger Wasser-Frieden im Nahost

Der Grüne Bundesrat Stefan Schennach versucht sich als Friedenstifter im Wasserkrieg zwischen Israel, Palästinensern und Jordanien - mit Erfolg. Sein Report wurde akzepiert. 

Die Furche, Wolfgang Machreich, 25. März 2010

Interview: "Die Kraft der Sonne im Mittelmeer"

Stefan Schennach über sein erstes Jahr als EMPA-Ausschuss Präsidenten.

Interview: "Ein ausgetrockneter Fleck in der Wüste"

Stefan Schennach spricht über die Fact-Finding Mission ins Jordantal im Januar/Februar 2010.

Jordantal als Weltkulturerbe

Der Tiroler Stefan Schennach setzt auf die Erhebung des Jordantals zum Weltkulturerbe. Er arbeitete an einem Bericht über die Wassersituation.

Eigentlich stammt Stefan Schennach aus Tirol, genauer gesagt aus Biberwier. Einem Ort, wo klares, gesundes Bergquellwasser selbstverständlich ist. In den vergangenen Monaten beschäftigte er sich aber mit einer Region, in der dieses Gold der Zukunft rar ist: dem Jordantal.

Als Vorsitzender des Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung bereitete Schennach einen Sonderbericht zur Situation vor, weil die Erhebung zum Weltnatur- und -kulturerbe diskutiert wurde. Und das erste Bild schockierte ihn: „Es ist erschütternd, wenn man erst in Jordanien erlebt, dass ein Haus nur an einem Tag in der Woche Wasser erhält und zehn Kilometer weiter Israelis einen Wasserverbrauch haben, der jenem der Franzosen und Italiener ähnelt. Das ist eine dramatische Ungleichheit.“

Jordanien verweist hierzu auf jenen Friedensvertrag, laut dem Israel jährlich eine bestimmte Summe an Wasser zusteht. Den Jordaniern der Rest. Durch den Klimawandel bleibt jedoch speziell im Sommer praktisch nichts über, beklagen die Jordanier. Israel hingegen kritisiert, dass die Palästinenser ihre Abwässer unzureichend klären und damit das Grundwasser verschmutzen, und sieht es als sein „natürliches Recht“ an, Wasser aus den Grundwasserbecken zu entnehmen, selbst wenn 80 Prozent aus den Regenfällen im Westjordanland gespeist werden.

Für Schennach steckt eine der Problematiken darin, dass die UNO-Rechtsetzung bei internationalen Gewässersystemen kaum ratifiziert wurde. Grundsätzlich hätte es 1955 bereits eine Lösung gegeben, die technisch funktioniert hätte. „Aber Wasserrechte anzuerkennen, bedeutet, Staaten anzuerkennen“, spricht Schennach den kritischen Punkt an.

Er sieht auch alle kriegerischen Auseinandersetzungen unter dem Gesichtspunkt des Wassers. Bei den Golanhöhen sei man an den Quellen und an der Sicherheitszone zum Libanon sind die Zuflüsse des Jordans. „Und die Mauer schneidet 80 Prozent der Brunnenrechte für die Palästinenser ab. Diese bohren illegal Brunnen. Und das bringt eine hohe Säuglingssterblichkeit mit sich“, erklärt Schennach den großen Handlungsbedarf.

Weil der Jordanfluss inzwischen zu einem kleinen Rinnsal geworden ist, gibt es auch Auswirkungen auf das Tote Meer. „Dieses ist in seiner Einmaligkeit viel wert. Jedoch ist es um 25 Meter gesunken. Und Heilbäder, die früher direkt am Toten Meer lagen, sind nun einen Meter entfernt“, erklärt Schennach. Für die Rettung des Meeres sieht er die Erhebung des Jordantals zum UNESCO-Kulturerbe als essentiell. Nachdem der Bericht einstimmig angenommen wurde, ist auch das Verfahren bei der UNESCO in Gang gesetzt. Nun sieht Schennach eine große Chance für den Dia­log zur gerechten Wasserverteilung. Und er lud alle betroffenen Staaten zu einem Sondermeeting nach Wien.

TT, Miriam Sulaiman, 27.03.2010

Mideast conflict dominates Euro-Med lawmakers meeting

The Palestinian-Israeli conflict is the main obstacle to economic progress in the region, politicians from the Euro-Mediterranean region said on Saturday. In the sixth plenary session of the Euro-Mediterranean Parliamentary Assembly (EMPA), a majority of deputies from the 43 countries called on key players in the peace process to achieve a peace settlement through direct negotiations and to come up with a time frame to establish an independent Palestinian state.The conflict dominated discussions in the capital yesterday, with MPs from the Euro-Med region calling on Israel to stop violations of Palestinians’ rights. (...) Austrian MP Albrecht Konecny said a majority of projects funded by his country and the European Union in the occupied territories were “destroyed” as a result of Israeli military actions.“This is not promising at all. If history is going to document anything about Israel, it will only be that it is buying time,” Konecny told attendees, calling for “a new language for dialogue” (...) 

Also at yesterday’s meeting, Minister of Energy and Mineral Resources Khalid Irani presented a paper about the region and Jordan’s efforts in relation to climate change and renewable energy.

During the EMPA session, which concludes today, subcommittees will come up with recommendations on political, economic, quality of life, women’s rights, energy and environmental issues.

Today will also mark the handover of the EMPA presidency to the Italian parliament.

The Jordan Times, Khetam Malkawi, 14. März 2010

Sonderbericht zum Jordantal einstimmig angenommen

Der von Stefan Schennach federführend mit Tunesien und der EU erstellte Sonderbericht zur ökologischen, ökonomischen und politischen Lage des Jordantals wurde nach zähen Verhandlungen mit all seinen Forderungen und ohne Enthaltungen von der Euromediterranen Staatengemeinschaft angenommen. „Das ist ein erster Durchbruch, da sowohl Israel, Palästina und Jordanien diesen Bericht zur Kenntnis genommen haben und damit eine weitere Chance des Dialoges insbesondere in der gerechten Wasserverteilung und zur Rettung des Toten Meeres, sowie des Jordanflusses selbst möglich ist“, erklärt Schennach, Vorsitzender der Euromediterranen parlamentarischen Versammlung (EMPA).

Es wurde vereinbart, dass Schennach alle drei betroffenen Staaten zu einem Sondermeeting nach Wien einlädt, um Punkte, die bei den Konfliktparteien kritisch und durchaus abweichend gesehen werden, weiter zu erörtern. Besonders erfreut zeigt sich Schennach, dass seine beiden Grundforderungen erfüllt wurden. Erstens, dass das Verfahren bei der UNESCO in Gang gesetzt wird, das Jordantal auf die Liste der Weltkultur- und des Weltnaturerbes zu setzen. Zweitens, der Appell von Schennach, das Ratifikationsverfahren der UNO aus 1997 betreffend Rechtsetzung bei internationalen Gewässersystemen (was mächtige Oberanrainer und hilflose Unteranrainer betrifft) weiter zu fahren, nachdem erst 16 von 35 notwendigen Staaten ratifiziert haben“, so Schennach heute, nach Ende der Sitzung in Ammann.

Der von Schennach präsentierte Bericht zur Implementierung des mediterranen Solarplans und ein nachhaltiges, auf hydrosolarer Technik basierendes Management wurden ebenso einstimmig zur Kenntnis genommen. Die energietechnologische Zukunft des Mittelmeeres liegt ganz in den Händen erneuerbarer Energien und kann einen nicht unbeachtlichen Anteil zum Kampf gegen den Klimawendel darstellen, so Schennach.

Bei der Generalversammlung der EMPA wurde Schennach für weitere zwei Jahre als Vorsitzender für Energie, Umwelt und Wasser bestätigt und das Ad-hoc-Komitee in ein standing-committee umgewandelt.

OTS. 15.März 2010

Der Jordan ist längst über den Jordan gegangen

Über österreichische Vermittlung findet in Jordanien eine Konferenz zur Wassernutzung im Jordantal statt. Die Wasserfrage ist das Schlüsselproblem für jeden Frieden.

„Alle Kriege in dieser Region waren letztlich von hydrogeologischen Überlegungen geleitet“, fasst der grüne Bundesrat Stefan Schennach zusammen. Als Vorsitzender einer Arbeitsgruppe der von allen Mittelmeer-Anrainerstaaten beschickten Euro-Mediterranen Parlamentarischen Versammlung hat er eine Fact Finding Mission im Jordantal geleitet, die am kommenden Wochenende in einer großen Konferenz in der jordanischen Hauptstadt Amman gipfelt.

Golan und Westbank
Auch die Besatzungspolitik Israels sei vor allem an den Wasserreserven orientiert: Das gelte für die wasserreichen Golanhöhen ebenso wie für das Westjordanland, unter dem ein riesiger Grundwassersee ruht – und die Mauer, die die Palästinenser von Israel fernhält, schneide das Hinterland von der Mehrzahl der bestehenden Brunnen ab.

Die Haupt-Wasserquelle, der Jordan, sei ein „hochtoxisches Rinnsal“, der Wasserspiegel des von ihm gespeisten Toten Meeres sinke jährlich um einen Meter, insgesamt werde in der Region mehr Wasser verbraucht als da ist. „Der einzige Vorteil ist“, so Schennach, „dass angesichts des Klimawandels alle wissen, dass etwas geschehen muss.“

Etwa eine Klärung der Abwässer im Palästinensergebiet, da deren Abwässer das Grundwasser verunreinigen, während diese in Israel geklärt für die Bewässerung verwendet werden. Auch ein altes türkisches Projekt, mit dem die Region bis Arabien von den reichen südtürkischen Wasservorkommen profitieren sollte, könnte wiederbelebt werden – oder zumindest eines der Projekte, die das Tote Meer mit Wasser aus dem Roten oder dem Mittelmeer versorgen sollen.
„Das Wasser“, weiß Schennach, „ist der Schlüssel für jeden Frieden in der Region.“

(10.03.2010, Herbert Geyer, wirtschaftsblatt.at)

Schennach startet morgen Fact-finding-Mission in Nahost

Ziel ist, das Jordan-Tal sowohl unter Weltkultur- als auch Weltnaturschutz zu stellen

Stefan Schennach, Berichterstatter für das Westjordanland und Vorsitzender des EMPA-Ausschusses für Erneuerbare Energie, Umwelt und Wasser, beginnt morgen, Freitag, mit einer mehrköpfigen Delegation eine Mission im Nahen Osten die ihn nach Israel, Palästina und Jordanien führt. "Im Zentrum steht das ökologische Desaster des Westjordanlandes, der verzweifelte Kampf um Wasserressourcen, die dramatische Situation des Toten Meeres und die Auswirkungen des Mauerbaues auf die Wasserressourcen und Brunnen der palästinensischen Bevölkerung sowie die Verseuchung des Grundwassers. Ziel dieser Mission ist es letztlich, einen zwischen Europa, der arabischen Welt und Israel gemeinsam akkordierten Bericht zu erstellen, der das Jordan-Tal sowohl unter Weltkultur- als auch Weltnaturschutz stellt und eine Reihe von Maßnahmen zur Sanierung und zur gerechteren Wasserverteilung beinhaltet.

"Die Auswirkungen von fünf Jahren extremer Niederschlagsarmut sind dramatisch und das Ungleichgewicht in der Wassernutzung alarmierend", erläutert Schennach. Die Auswirkungen haben alle drei Staaten zu spüren bekommen, wobei es für die palästinensische Bevölkerung auch angesichts des illegalen Brunnenbaus bedenkliche Gesundheitsauswirkungen gibt. Im Rahmen dieser Fact-finding-mission wird die von Schennach geführte Delegation sowohl auf Ministerebene, Bürgermeisterebene, mit den Behörden als auch den NGO's der Region Gespräche führen und sich vor Ort ein Bild der Situation machen. Der Bericht wird von Schennach Mitte März der Öffentlichkeit präsentiert werden und zu einer ersten Abstimmung vorliegen.

(OTS)

Schennach Sonderberichterstatter zu Jordantal

Der Bundesrat der Grünen, Stefan Schennach, wurde in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Ad-Hoc-Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung mit Vorlage eines Sonderberichts zur Situation im Jordantal beauftragt, den er gemeinsam mit seinem Vizevorsitzenden aus Tunesien erstatten wird.

„Das tote Meer sinkt jährlich um einen Meter. Der Jordan trocknet systematisch aus und die verschiedensten Jordan-Zuflüsse sind schmutzig, voller Müll und eine ökologische Katastrophe. Derzeit wird mehr Wasser verbraucht als erneuerbar hergestellt. Die Trinkwasserqualität ist aufgrund der Müllablagerungen alarmierend und das Anwachsen der Kolibakterien ist für Kinder lebensgefährlich“, erklärt Schennach die Situation. Er wird in diesem Bericht sowohl den Plan vorlegen, das Jordantal unter World-Heritage stellen zu lassen, als auch andere konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Wassersituation - sowohl des Jordans als auch des Toten Meeres - machen. Schennach wird bereits im Oktober diesen Jahres in Linz beim Treffen der Euromediterranen Staaten einen ersten Entwurf des Berichts zur Rettung des Jordantals vorlegen.(Ots, 11.08.2009)

Mediterraner Solarplan vor Umsetzung

Zuversichtlich zeigt sich der Vorsitzende der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPA), Stefan Schennach, dass es in Sachen Umsetzung des Mediterranen Solarplanes, seit dem Boykott Internationaler Gremien durch die arabischen Staaten in Folge des Gazakrieges, nun weitergeht. „Der Solarplan ist eine der größten Herausforderungen im Bereich der Erneuerbaren Energie und der Nachhaltigen Entwicklung“, so Schennach.

Schennach war die vergangenen vier Tage zu Wirtschaftsgesprächen in Ägypten, das neben Frankreich das 2. Vorsitzland der Union für das Mittelmeer ist. Die Absicht der Reise ist es, den Bau eines hydrosolaren Kraftwerks auf ägyptischem Boden in Raffah zu forcieren, welches Gaza mit Energie und Wasser versorgen soll.

Ab Donnerstag wird Schennach an der Ministerkonferenz der Union für das Mittelmeer in Paris teilnehmen. „Ziel ist die optimale Nutzung der Erneuerbaren Energien in der gesamten Region des Mittelmeeres zur eigenen Versorgung mit Energie und Wasser aber auch zur Abwasserentsorgung sowie zum Export von Solarenergie auch nach Europa“, erläutert Schennach und verweist darauf, dass die Tunesischen Bemühungen sehr weit gediegen sind und arbeitet derzeit an einer Umsetzung des Desertec-Plans. (Ots 22.6)

Euronews: Video über die EMPA-Ausschuss Konferenz "Desert Solar Power"

Der interessante Beitrag "Desert Solar Power" von Euronews zeigt die Konferenz des EMPA-Ausschusses in Wien vom 18.-19. Mai 2009, inklusive Interviews mit Prinz Hassan bin Talal von Jordanien und Gerhard Knies von Desertec und stellt eine bereits verwirklichte Solaranlage in Südspanien vor. 

Sehen Sie sich hier den vollständigen Beitrag an >>

Die Furche: Interview mit Prinz Hassan bin Talal: "Wir steuern in Richtung Kollision"

Während seines Besuches in Wien hat Prinz Hassan bin Talal von Jordanien der Zeitung "Die Furche" in Interview gegeben über seinen Einsatz über die zentralen Herausforderungen Klimawandel, erneuerbare Energie, die Probleme im Nahen Osten und die neue Politik der USA unter Barak Obama und vieles mehr. 

Aussendung: 1. Treffen des Ad-hoc Ausschusses für Umwelt, Energie und Wasser unter österreichischem Vorsitz

Die Presseaussendung zum dreitägigen Gipfeltreffen des EMPA-Ausschusses vom 18. zum 20. Mai 2009 in Wien mit genauen Informationen zum Programm können sie hier nachlesen >>

Die Furche: Wie in der Antike - Mittelmeer als Binnensee

Ein Interview mit Stefan Schennach zu Europas partnerschaftlichem Engagement über seine südlichen Grenzen hinweg.

Wiener Bezirkszeitung: Wiener Bundesrat goes Brüssel

Stefan Schennach, grüner Bundesrat, ist Vorsitzender des Ad-Hoc-Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser der Euromediterranen parlamentarischen Versammlung (EMPA). "Diese Funktion ist aufgrund der Lage in Gaza eine große Herausforderung", so Schennach. (25. März 2009)

Wien.Direkt: Hohe Funktion im Mittelmeerraum

Die Aussendung zur Ernennung Stefan Schennachs als Vorsitzender des Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser, in der das Euro-Mediterane Parlament und seine Funktion erklärt werden sowie die Ziele und Pläne Stefan Schennach finden Sie hier >>

Wien.Direkt: Eine enorme Herausforderung

Ein Interview von Wien.Direkt mit Stefan Schennach über seine Vorsitzführung und deren Bedeutung für Österreich, sowie zum Thema Erneuerbare Energie und Bündnispartner.

Ökonews: Erneuerbare Energie auch für den Nahen Osten

Die Tageszeitung Ökonews veröffentlichte am 12.10.2008 einen Artikel über die fünftägige Reise Stefan Schennachs in den Nahen Osten, seinem Gespräch mit Prinz Hassan von Jordanien, über die Ziele und Herausforderungen in der Region und weitere interessante Programmpunkte seines Aufenthaltes dort. Lesen Sie hier den ganzen Artikel zu dieser interessanten Reise >>

Aussendung: Schennach zu Gesprächen bei Prinz El Hassan

Am 10. Oktober 2008 reiste Stefan Schennach als Vorsitzender des EMPA-Ausschusses für Energie, Umwelt und Wasser in den Nahen Osten. Während der fünftägigen Reise traf er sich zu einem Gespräch mit Prinz Hassan vonJordanien und nahm an einem Workshop zum Thema "Clean Power from Deserts" teil. Lesen sie hier mehr >>

Die Presse: Hohe Funktion für Österreich im Mittelmeerraum

Der Artikel in der Tageszeitung „Die Presse“ vom 17.9.2008 beschreibt die Funktion, Schwerpunkte und Aufgaben Stefan Schennachs als neuer Vorsitzender des EMPA-Ausschusses. Hier finden Sie den ganzen Artikel >>

Die Bunte Zeitung: Grüner Weltethos. Ad-hoc für Energie, Umwelt, Wasser und Jerusalem

Di-Tutu Bukasa von der Bunten Zeitung führte mit Stefan Schennach ein Interview über die Situation im Nahen Osten und seine Möglichkeiten als Vorsitzender des EMPA-Ausschusses, den neuen Präsidenten der USA Barack Obama, Güssing, die Vorzeigegemeinde in Sachen Klimaschutz und vieles mehr.

Das ausführliche Interview können Sie hier downloaden:

Österreich setzt Energie-Ziele für Mittelmeerraum

Österreich wird zum ersten Mal im Mittelmeerraum in einer hohen Funktion aktiv. Der Grüne Bundesrat Stefan Schennach übernimmt mit März 2009 nach einem kurzen Interregnum Griechenlands die Präsidentschaft eines Ausschusses für Energie und Umwelt der Euromediterranen Parlamentarischen Versammlung (EMPV) - einer Zusammenarbeit der Europäischen Union sowie von östlichen und südlichen Mittelmeeranrainerstaaten.

Die Schwerpunkte seines vorerst auf ein Jahr befristeten Vorsitzes will Schennach auf erneuerbare Energie, besonders Solarenergie, und Wasser, etwa dem Schutz der Küstengebiete Griechenlands, setzen. Bei Erfolg wird die Präsidentschaft Österreichs verlängert.

Trink- von Brauchwasser trennen

"Die Aufgabe ist riesig", so Schennach bei einem Pressegespräch in Wien. "Wir haben enorme Probleme." Das Programm wurde vor dem Hintergrund des Klimawandels und der Bevölkerungsentwicklung gegründet. Beispielhaft soll nun etwa die in vielen Ländern noch mangelhafte Trennung von Trink- und Brauchwasser angegangen werden, um dadurch hervorgerufene Krankheitsbilder beseitigen zu können. Solarenergie-Programme sollen interregional ausgetauscht und ausgebaut werden, die Biodiversität geschützt werden, ebenso wie maritime Ökosysteme vor Verschmutzung, massiven Häfen, touristischen und industriellen Projekten.

Seine Hauptaufgabe sieht Schennach momentan in der Bildung von Netzwerken und Vertrauen der teilnehmenden Länder, um ein gemeinsames koordiniertes Programm erarbeiten zu können. An der EMPV (2003 als solche benannt) nehmen die 27 EU-Mitgliedsstaaten und zehn Partnerländer (Ägypten, Algerien, Israel, Jordanien, Libanon, Marokko, die Palästinensische Autonomiebehörde, Syrien, Tunesien, Türkei) teil. Das EMPV sei damit auch die einzige parlamentarische Einrichtung, in der Vertreter von Israel und Palästina gemeinsam sitzen würden. Libyen hat in der EMPV Beobachterstatus. Österreich hat drei Sitze - derzeit Josef Cap (S), Maria Rauch-Kallat (V), Schennach (G) - der insgesamt 130 Sitze des Europäischen Parlaments (49) und der nationalen Parlamente (81 Sitze) inne. Die EMPV trifft sich jährlich. Im März 2009 will Schennach in seiner neuen Funktion alle teilnehmenden Staaten zur Tagung nach Österreich einladen. Zusammen könne man sich etwa den Energiepark "Carnuntum" für erneuerbare Energie anschauen.

Chancen für die Wirtschaft

"Ich hoffe, dass die österreichische Wirtschaft die Chance nutzt", meinte Schennach, der die österreichische Wirtschaft zur Unterstützung animieren will. Österreich sei Spitzenreiter bei Projektumsetzungen erneuerbarer Energie im Ausland. Das EMPV solle auch ein gemeinsames Wirtschaftsprogramm werden.

Einige Länder würden an der Partnerschaft zwar hohes Interesse zeigen, aber noch zweifeln. "Es ist machbar, finanzierbar und entlastet den Staatshaushalt", gelte es laut Schennach klar zu machen. "Es gibt Leute mit dem Bewusstsein: der Status quo führt uns in eine Sackgasse." EU-Abwässer könnten nicht großflächig ins Mittelmeer gehen. Der jordanische König etwa sei ein "Freak für Solarenergie".

Die Bestellung Schennachs zum Vorsitzendes des ad-hoc Ausschusses für Energie und Umwelt wurde insbesondere von Frankreich unterstützt. In den vergangenen zwei Jahren war Schennach in der EMPV besonders im Bereich Frauenrechte und Migration aktiv. Algerien, Tunesien und der spanische Grünen-Abgeordnete David Hammerstein als Vertreter des europäischen Parlaments werden Schennachs Stellvertreter. Mit Vorsitzbüro in Brüssel wird Schennach in seiner Doppelfunktion als Abgeordneter im österreichischer Bundesrat wohl viel zu pendeln haben. Und das hoffentlich umweltfreundlich. (OEMAG, 17.9.08)