
Die DESERTEC-Foundation ist Botschafterin und Förderin der DESERTEC-Konzepts, das die größte Quelle, Solarenergie aus den Wüsten der Erde, weltweit nutzbar machen will. Gegründet wurde die Foundation von der Deutschen Gesellschaft „Club of Rome“ und Mitgliedern des TREC-Netzwerkes aus vier Kontinenten. Die DESERTEC-Foundation ist eine unabhängige Organisation, die überwiegend auf ehrenamtliches Engagement basiert.Das DESERTEC-Konzeptes will, die wichtigen Lebensgrundlagen der Menschheit sicherzustellen, basierend auf einer nachhaltigen, entwicklungs- und friedensfördernden Form von Energiegewinnung. Das Konzept bieten eine Lösung an, wie Energie kostengünstig in nutzbare Energie umgewandelt und für den Verbraucher zugänglich gemacht werden kann. Gleichzeitig begegnet es den zentralen globalen Herausforderungen (Energie- und Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit, Reduktion des CO2-Ausstoßes) und zeigt neue Wohlstands- und Entwicklungsperspektiven für wirtschaftlich wenig entwickelte Regionen auf, sowie Wachstumsbereiche für wirtschaftlich führende Länder.
Saubere Energie aus der Wüste
Die Wüsten der Erde empfangen in weniger als 6 Stunden soviel Energie von der Sonne, wie die Menschheit in einem Jahr verbraucht. Um den heutigen globalen Stromverbrauch (18,000 TWh/Jahr) decken zu können, müssten nur 0,3% der weltweiten Wüstenfläche mit Kollektorfeldern bebaut werden. Pro Mensch würde das 20m2 Wüste bedeuteten. Weltweit gibt es 40 Mio. km2 Wüste. Mehr als 90% der Weltbevölkerung wohnen weniger als 3.000km von den Wüsten entfernt und könnten damit Solar- und Windstrom aus den Wüstengebieten der Erde erhalten. Ermöglicht wird dies durch Hochspannungs-Gleitstrom-Übertragungsleitungen (HGÜ) mit denen sich Strom mit Verlusten unter 3% pro 1.000km übertragen lässt, wodurch die Übertragung aus der Wüste wirtschaftlich ist.
Solarthermie wandelt Sonnenlicht in Dampf um
Eine Solarthermie konzentriert Sonnenlicht und wandelt sie in Wärme um. Der entstehende heißt Dampf treibt dann Turbinen zur Stromerzeugung in einen konventionellen Kraftwerk an. Der Vorteil ist, dass sich Wärme technisch einfach und wirtschaftlich speichern lässt, wodurch auch nachts und bei Bewölkung Strom erzeugt werden kann. Der heiße Dampf kann bei Engpässen auch aus anderen Energieträgern, wie Biomasse oder Gas, erzeugt werden. Die Umsetzung kann sofort beginnen, da alle notwendigen Technologien (Solarthermische Kraftwerke und auch HGÜ-Leitungen) bereits vorhanden und erprobt sind. Derzeit kostet solarthermisch erzeugter Strom, je nach Standort, 10 bis 20 Eurocent pro Kilowattstunde. Bei einer serienreifen Massenfertigung von Kraftwerkskomponenten werden die Kosten sinken.
Die EUMENA-Region als großer Profiteur
Europa, der Mittlere Osten und Nordafrika, genannt EUMENA-Region, würde in besonderem Ausmaß vom DESERTEC-Konzept profitieren. Die südlichen und östlichen Mittelmeeranrainer könnten einen Großteil ihres Strombedarfs decken und zusätzlich Strom für den Export und Energie für die Meerwasserentsalzung produzieren. Dadurch wird die wirtschaftliche Entwicklung in der Region vorangetrieben und Arbeitsplätze werden geschaffen. Länder, die über Erdöl oder –gas verfügen, können sich mit Solarstrom ein zweites Standbein aufbauen. Die europäischen Staaten könnten ihre CO2–Einspaarungsziele schneller und billiger erreichen und sich außerdem durch den Import von Solarstrom die Abhängigkeit gegenüber fossilen Energieträgern wie Erdgas und Kohle verringern.
Politische Rahmenbedingungen fehlen
Die Technologien sind vorhanden und erprobt, Investoren stehen bereit, die Zeit ist reif – warum haben wir dann noch keinen Wüstenstrom? Weil es in den meisten Ländern, die als Standorte für Solarkraftwerke in Frage kommen, noch an geeigneten politischen Rahmenbedingung, um private oder öffentliche Investoren die notwendige Planung- und Rechtssicherheit zu geben, fehlt. Und es fehlt der politische Willen aller Beteiligten. Um den Umstieg in das Solarzeitalter schnell zu organisieren bracht es eine globale Anstrengung. Der Erfolg des DESERTEC-Konzepts hängt entscheidend von der Unterstützung der breiten Öffentlichkeit ab.
Jeder, der das Projekt unterstützen will, kann sich unter www.DESERTEC.org/yourvoice registrieren und so seine Zustimmung geben.
Das ausführliche DESERTEC-Konzept (Red Paper) zum weiterlesen, finden sie unter:http://www.desertec.org/downloads/articles/DESERTEC-RedPaper_de.pdf
Der Beitrag "Desert solar power" von Euronews mit einem Interview mit Dr. Gerhard Knies von Desertec gibt es hier >>