Vorsitzende: Afifa Salah (Tunesien)
1. Stellvertreterin: Fatima Chelouche (Algerien)
2. Stellvertreter: Sergio Silvestris (Europäisches Parlament)
3. Stellvertreterin: Claudia Dall´Agnol
Frauen in Armut sind gefährdeter als Männer, da sie nicht denselben Zugang zu essentiellen Ressourcen haben und ihre Arbeit oft unentgeltlich und unbeachtet ist. Medizinische Versorgung, Bildung, finanzielle Unabhängigkeit, Karriere und politische Partizipation wird vielen Frauen verweigert.
Der Ausschuss für die Rechte der Frauen fordert, dass die Menschenrechte der Frauen geschützt und vorangetrieben werden sollen, um jegliche Form von geschlechterbasierter Diskriminierung zu verhindern. Die Belange der Frauen sowie Gender spezifische Ziele und Aktivitäten sollen in alle Kooperationsprogramme und Strategien der Euro-Mediterranen Partnerschaft miteinbezogen werden und auch in den Bereichen Friedensforschung, Konfliktprävention und –lösung, Friedenssichernde Maßnahmen und Wiederaufbau soll die Gender Perspektive mit etabliert werden.
Die politische Partizipation von Frauen in Regierungen, wo sie immer noch stark unterrepräsentiert sind, ist eine der Prioritäten zur Erreichung von Gleichberechtigung. Frauen die ein politisches Amt anstreben sollen gefördert werden. Genauso müssen Frauenorganisationen und NGOs, die sich für die Verbesserung der Lebensqualität und Bildung von Frauen einsetzen, finanziell und technisch unterstützt werden, da sie eine besondere Bedeutung in Bezug auf Demokratisierung und Stabilisierung der Mittelmeerregion haben.
Bei den Konflikten in der Mittelmeerregion sind Frauen oft das Ziel von Gewalt, meist nicht nur von physischer und/ oder sexueller Gewalt, sondern auch ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte werden verletzt. Der Ausschuss empfiehlt, dass auf Verletzungen der Menschenrechte und Gewalt gegen Frauen und Kinder während bewaffneten Konflikten mit internationalen Sanktionen reagiert werden soll. Betroffene Frauen sollen die Möglichkeit erhalten Strafantrag bei internationalen Gerichten einzureichen und es sollen Programme unterstützt werden, die diesen Frauen helfen in ein normales Leben zurückzufinden.
Das Image der Frauen als verletzliche Opfer soll ersetz werden durch das einer hoch differenzierten Gruppe an sozialen Akteurinnen, die ihre eigene Agenda haben. Frauen können Akteurinnen der Stabilisierung und Konfliktlösung sein, nicht nur Kriegsopfer. Daher sollen Frauen, die sich aktiv für Frieden einsetzen, sollen unterstützt werden.
In ehemaligen Konfliktregionen ist es wichtig, dass in der Phase der Wiederaufbaus und der Reintegration, Schritte zum Schutz und der Entwicklung von Frauenrechten als erstes umgesetzt werden. Alle relevanten Akteure, wie NGOs, die Zivilgesellschaft, politische Akteure und Eliten etc., müssen dazu integriert werden.
Bildung ist ein fundamentales Recht und der Schlüssel zu Entwicklung, Friede und Sicherheit. Frauen und Mädchen muss einen fairen Zugang zu Bildung zu ermöglichen und dafür Strategien geboten werden. Bestehende Unterschiede bei Mädchen und Jungen in der Schulausbildung müssen, durch die Bereitstellung verpflichtender und kostenloser Bildung für Mädchen, reduziert werden.
Zudem fordert der Ausschuss mehr Programme zur Verringerung von Analphabetismus und Erwachsenenbildung, besseren Zugang zu Informationstechnologien und e-learning, eine Neubewertung von bestehenden Bildungsmethoden, nationale Pläne und Budgeds für Trainings und die Bildung von Frauen, mehr Mitteln für Mädchen in ländlichen Gebieten, die besonders schwer Zugang zu Bildung haben, Rehabilitationsprogramme für Schulabbrecherinnen und deren Integration ins Wirtschaftsleben
Nicht-Regierungsprogramme sollen bei deren Aktivitäten zur Beschäftigung von Frauen unterstützt werden und auch der Privatsektor miteinbezogen werden.