"Es wäre wünschenswert, wenn VP-Delegationsleiter Strasser seine im Grunde richtigen Überlegungen zur Auswahl der EU-Führungsposten innerhalb seiner europäischen Volkspartei durchgesetzt hätte. Dann wäre es etwa möglich gewesen, die parteifreie Ex-Staatspräsidentin Lettlands Vike-Freiberga zur Ratspräsidentin zu wählen." So, aber ist Strasser höchst unglaubwürdig, denn seine Mutterpartei hat sich mit den europäischen Sozialdemokraten nur auf den kleinsten politischen Nenner geeinigt. Lunacek ist gerne bereit, darüber zu diskutieren, wie künftig Topjobs in Europa besetzt werden: "Von den Grünen gibt es seit langem den Vorschlag, dass es gemeinsame europäische Listen der Parteien geben muss. Deren Spitzen stehen damit nicht nur den BürgerInnen für das Europäische Parlament zur Wahl. Sie wären gleichzeitig die KandidatInnen der Parteien für die europäischen Führungsposten - zu wählen vom Europa-Parlament."