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17.11.2009 12:28

Schluss mit den Quoten-Männern in EU-Kommission

"Es steht im Raum, dass das Europaparlament der neuen Kommission die Zustimmung verweigert, wenn diese zu wenig Frauen vorschlägt. In der Realität gibt es Quotenmänner, für die die Plätze vorgewärmt sind. Wir brauchen daher klare Frauen- und Männerquoten damit sich daran endlich etwas ändert", fordert Ulrike Lunacek, Europasprecherin der Grünen, im Anschluss an eine fraktionsübergreifende Pressekonferenz im Europaparlament, bei der an die EU Staats- und Regierungschefs appelliert wurde, mehr Frauen für die Kommission und EU-Topjobs zu nominieren. "Der Weg zu Gleichberechtigung könnte sein, dass alle Länder immer zwei Vorschläge machen müssen, mit je einer Frau und einem Mann. Die Grünen wollten in Österreich ja sogar einen Dreier-Vorschlag der Regierung im EU-Hauptausschuss, wobei mindestens eine Person eine Frau sein hätte sollen, doch die Bundesregierung hat sich für den Alleingang entschieden."

"Es gibt zahlreiche qualifizierte Frauen für die Top-Jobs: etwa die ehemalige Hohe Kommissarin für Menschenrechte und irische Ex-Staatspräsidentin Mary Robinson, die finnische Präsidentin Tania Halonen oder die lettische Ex-Präsidentin Vaira Vike-Freiberga. Für das Amt der Hohen Beauftragten kämen Außenhandelskommissarin Catherine Ashton, aber durchaus auch Ex-Außenministerin Ursula Plassnik oder Botschafterin Eva Nowotny in Frage", so Lunacek.

Am morgigen Mittwoch ist eine Protestaktion von weiblichen Abgeordneten vor dem Ratsgebäude geplant.

 

 




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