"Restlose Aufklärung" fordert der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, angesichts von Berichten, wonach in Österreich zehntausende PatientInnen an medizinischen Studien teilgenommen haben, ohne davon zu wissen. "Dass das Gesundheitsministerium nun eine Meldepflicht für solche Studien und auch die beteiligten ÄrztInnen einführen will, ist begrüßenswert. Allerdings muss auch eine entsprechende Gesetzesänderung vorgenommen werden, um sicherzustellen, dass auch die betroffenen PatientInnen informiert werden", fordert Grünewald.
"Man muss klar zwischen sinnvollen wissenschaftlichen Verlaufs- und Langzeitbeobachtungen von Medikamenten sowie deren Nebenwirkungen und Marketingmaßnahmen trennen. Es gibt ja bereits einen Ehrenkodex der Pharmaindustrie. Warum es offenbar trotzdem zu diesen Missständen kommen konnte, muss aufgeklärt werden. Denn die besten Vereinbarungen nützen nichts, wenn sie nicht befolgt werden. Wenn der Ehrenkodex nicht eingehalten wurde, müssen empfindliche Strafen und Disziplinarmaßnahmen folgen", schließt Grünewald.