„Der Schlüssel zu mehr Jugendgesundheit sind effiziente Präventionsmaßnahmen. Das bedeutet, dass die Präventionsarbeit im Bereich Tabak- und Alkoholkonsum wesentlich besser gefördert werden muss“, reagiert die Kinder- und Jugendsprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler-Souschill, auf die heute präsentierte OECD-Vergleichsstudie zur Kinder- und Jugendgesundheit. Jugendliche in Österreich haben einen wesentlich ungesünderen Lebenswandel, als Jugendliche in anderen OECD-Ländern. Der vergleichsweise hohe Alkohol- und Zigarettenkonsum und das besonders junge Einstiegsalter von jugendlichen RaucherInnen ruft nach effizienten Maßnahmen. In keinem anderen OECD-Land ist unter den 15-jährigen der Anteil der RaucherInnen so hoch wie in Österreich. Notwendig ist, „das längst überfällige Bundesjugendschutzgesetz endlich zu realisieren und die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen adäquat zu kontrollieren.“
Bessere medizinische Versorgung
„Wir fordern schon lange eine Verbesserung in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen“, ergänzt Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen. Viele Familien können sich die hohen Selbstbehalte bei Physio-, Ergo-, oder Psychotherapien nicht leisten, in vielen Regionen fehlt auch schlichtweg das Angebot.Die Grünen fordern deshalb kostenfreie Therapien für Kinder und Jugendliche. Besonders tragisch ist die hohe Selbstmordrate von Kinder- und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren. „Es ist ein schweres Manko, dass es z.B. in Westösterreich keinen einzigen Kassenarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt. In ganz Österreich gibt es zudem viel zu wenig stationäre Plätze für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche, hier gehört dringend eine Verbesserung herbeigeführt“, fordert Grünewald Psychotherapie auf Krankenschein könnte die hohe Rate bei den Verschreibungen von Psychopharmaka von Kinder und Jugendlichen senken.