Grünen-Sicherheitssprecher Peter Pilz sieht im aktuellen Vorschlag, wonach derzeit beschäftigungslose Post- und Telekom-Mitarbeiter bei der Polizei in der Verwaltung arbeiten sollen, eine "sicherheitspolitische Konkurserklärung". Er fordert deshalb den "sofortigen" Rücktritt von Innenministerin Maria Fekter (V). Pilz kündigte bei einer Pressekonferenz am Freitag an, gemeinsam mit Kriminalbeamten ein Konzept zur "Rettung der Wiener Kriminalpolizei" zu entwickeln.
Die "Reihe von absurden Vorschlägen" in den vergangenen Tagen würde zeigen, dass sowohl Fekter als auch Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) "realitätsfern" agieren würden. Die Post- und Telekom-Mitarbeiter seien nicht dafür ausgebildet, im kriminalpolizeilichen Bereich zu arbeiten, kritisierte der Abgeordnete. "Meine Vorschläge sind dagegen noch seriös. Zumindest seriöser als dieser Post-Unfug", verwies Pilz auf seinen Rat, die Müllabfuhr mit Waffen auszustatten.
Fekter würde ebenso wie ihre Vorgänger im Innenressort einen "Saustall" hinterlassen. Es würde "mindestens fünf Jahre dauern", bis die Kriminalarbeit wieder "halbwegs" funktionieren könnte, so Pilz: "Bis dahin gibt es nur Notmaßnahmen."