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Wirtschaftsförderung an Frauenförderung binden!

Die Grünen haben ein Modell entwickelt, mit dem die Wirtschaftsförderung an innerbetriebliche Frauenförderung geknüpft wird. Ziel dieses Instrumentes ist es, die Arbeitsmarktintegration sowie den innerbetrieblichen Aufstieg von Frauen zu fördern.

Mittels einer "Gleichbehandlungs-Bilanz" wird anhand einiger weniger Kriterien (Frauenanteile gesamt, auf den einzelnen Hierarchieebenen, etc.) beurteilt, wie es - im Vergleich zum Branchenschnitt - in Unternehmen mit der Gleichstellung von Frauen und Männern aussieht und ob diesbezüglich Verbesserungen erreicht wurden. Ab einer gewissen Fördersumme soll nur bei positiver Beurteilung anhand dieser Bilanz Wirtschaftsförderung gegeben werden.

Inhalt:

 

Problemaufriss

Bisher wurden zu wenige bzw. nicht ausreichend effiziente Maßnahmen gesetzt, um die Situation von Frauen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zu verbessern. Um die Arbeitsmarktintegration sowie den innerbetrieblichen Aufstieg von Frauen zu fördern, haben die Grünen - in Zusammenarbeit mit externen ExpertInnen - ein Modell entwickelt, mit dem Wirtschaftsförderung an innerbetriebliche Frauenförderung geknüpft wird. Dieses Modell soll zusätzlich zu sonstigen Arbeitsmarktmaßnahmen für Frauen zum Tragen kommen. Konkret soll mittels einer "GleichbehandlungsBilanz" anhand einiger weniger Kriterien bzw. Daten beurteilt werden, wie es in Unternehmen mit der Gleichstellung von Frauen und Männern aussieht und ob diesbezüglich Verbesserungen erreicht wurden.

Die Kriterien sind die Frauenanteile im gesamten Betrieb, bei den Vollzeitbeschäftigten, auf den unterschiedlichen Hierarchieebenen sowie bei den MitarbeiterInnen in Elternkarenz, weiters die durchschnittlichen Jahreseinkommen von Frauen und Männern sowie die durchschnittlichen zusätzlichen Gehaltsbestandteile (Zulagen, Überstunden, etc.) für Frauen und Männer. Diese Daten werden in Bezug zu einem Branchenschnitt sowie zum gleichen Betrieb drei Jahre davor gesetzt. Für Verbesserungen im Vergleich zum Branchenschnitt sowie zur früheren Situation gibt es Punkte. Betriebe, die Sondermaßnahmen wie Unterstützung bei der Kinderbetreuung etc. anbieten, bekommen dafür ebenfalls Punkte.

Die GleichbehandlungsBilanz soll bei Anträgen auf Wirtschaftsförderung ab einer bestimmten Fördersumme durchgeführt werden. Nur bei Erreichen einer gewissen Punktezahl werden dann Förderungen ausgeschüttet.

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Grüne Position

Das oben beschriebene Modell wurde von den Grünen in Zusammenarbeit mit externen ExpertInnen entwickelt. Die Grünen wollen die Vergabe von Mitteln der Wirtschaftsförderung (ab einer bestimmten Größenordnung) an Frauenförderung in den Betrieben binden und dies mittels einer gesetzlichen Regelung sicherstellen. Ein erster Schritt dazu soll ein verpflichtender Gleichbehandlungsbericht für Betriebe ab einer bestimmten Größe sein - damit wären die erforderlichen Daten bereits vorhanden.

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Verantwortlich für den Inhalt: Mag.a Brigid Weinzinger, ehem. Grüne Frauensprecherin und ehem. Abgeordnete zum Nationalrat; Mag.a Sabine Wagner, Frauenreferentin des Grünen Klubs im Parlament.