Angesichts der Diskussion um eine gesetzliche Regelung von sexistischer Werbung meint die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner: „Sexistische Werbung darf nicht mit einem Augenzwinkern abgetan werden. Die Frauenministerin muss sich Mühe geben und den Koalitionspartner von der Notwendigkeit eines Verbots von sexistischer Werbung im Gleichbehandlungsgesetz überzeugen. Denn die Selbstkontrolle der Wirtschaft durch den Werberat allein reicht nicht aus.“ Einerseits ist der Werberat für nicht kommerzielle Werbung gar nicht zuständig und andererseits verlangt dieses Gremium nur in den seltensten Fällen den Stopp einer Werbekampagne. Es braucht daher eine unabhängige Stelle, die darüber entscheidet, ob ein Werbesujet als sexistisch einzustufen ist oder nicht.
„Wir brauchen eine verbindliche, gesetzliche Regelung, die klarstellt, dass Sexismus in der Werbung nichts verloren hat. Verankert werden sollte dieses Sexismusverbot im Gleichbehandlungsgesetz. Denn das Vorgehen gegen sexistische Werbung darf nicht vom Goodwill einzelner Unternehmen abhängen, es muss auch Sanktionen geben“, fordert Schwentner.