"Es ist schade, dass der Versuch von Frauenministerin Heinisch-Hosek, in der Bundeshymne auch die Töchter des Landes zu würdigen, an der ÖVP scheitert. Da hat offenbar ein Rückschritt stattgefunden, denn die ehemalige ÖVP-Frauenministerin Rauch-Kallat hat sich ja schon vor Jahren für eine Aufnahme des Wortes 'Töchter' in die österreichische Bundeshymne ausgesprochen", erklärt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen.
Wenn ausgerechnet die ÖVP-Familienstaatssekretärin Marek meine, es gäbe angesichts der Wirtschaftskrise wichtigere Probleme, so ist das das typische Argument, wenn man etwas nicht ändern will. "Symbolische Gleichstellung auf die lange Bank zu schieben, ist falsch. Bilder sind wichtig. Gleichberechtigung beginnt im Kopf, deshalb ist die Änderung eines Textes, der bislang nur auf die 'Söhne' Österreichs abzielt, zumindest ein kleiner Schritt hin zu mehr Anerkennung der 'Töchter' unserer Gesellschaft", meint Schwentner.