„Die wiederholten Forderungen des ÖVP-Justizsprechers Donnerbauer nach mehr Beratungsgesprächen für ungewollt schwangere Frauen, gehen am eigentlichen Problem vorbei: Oberstes Ziel muss es sein, alles zu tun, damit Frauen nicht in die unangenehme Situation kommen, dass sie ungeplant schwanger werden. Die wirksamste Maßnahme, um die Zahl der Abtreibungen zu verringern, ist daher ein möglichst einfacher und kostenloser Zugang zu Verhütungsmitteln“, meint Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen.
Es müsste vor allem mehr unternommen werden, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Doch beim Zugang zu Verhütungsmitteln habe sich unter der SPÖ/ÖVP-Koalition überhaupt nichts verbessert. „Gerade bei der Freigabe der ‚Pille danach’, einem Notfallverhütungsmittel, steht die ÖVP-Gesundheitsministerin Kdolsky immer noch auf der Bremse. Österreich hat im Bereich der Verhütung noch großen Aufholbedarf, hier waren die Regierungsparteien im Vergleich zu anderen Ländern säumig“, so Weinzinger.