Navigation:

16.03.2010 13:45

Musiol begrüßt Runden Tisch zu Kindesmissbrauch

Die Familiensprecherin der Grünen, Daniela Musiol, begrüßt den von Justizministerin Bandion-Ortner und Staatssekretärin Marek angekündigten Runden Tisch zum Thema Kindesmissbrauch: „Es ist sinnvoll, ExpertInnen zu Rate zu ziehen, die jahrelange Erfahrung mit diesem Thema haben. Aber es wird nicht genügen, sich nur zusammenzusetzen. Wichtig wäre eine sofortige zur Verfügungstellung von ausreichenden Mitteln, um die große Anzahl von Fällen bewältigen zu können und die bestmögliche Betreuung der Opfer zu gewährleisten.“

Unter Schwarz-Blau wurden die Mittel eingeschränkt und unter Rot-Schwarz nur marginal erhöht. „Es gibt noch immer nicht genügend Geld um z.B. eine Prozessbegleitung sinnvoll zu gestalten“, erläutert Musiol. Darüber hinaus darf der Runde Tisch nicht die Notwendigkeit ersetzen, dass die nun bekannt gewordenen Missbrauchs-Fälle in kirchlichen Institutionen vollständig aufgeklärt und die Opfer entschädigt werden.

Musiol fordert einmal mehr die Einrichtung einer von der Kirche unabhängigen Ombudsstelle für Missbrauchs-Opfer. Es ist von den Opfern zuviel verlangt, sich bei jener Organisation zu melden, von deren Mitgliedern ihnen Gewalt angetan wurde.

Musiol bekräftigt den Vorschlag des Grünen Justizsprechers Steinhauser, einen verpflichtenden Präventionsunterricht durch externe Profis an Volksschulen, in der Unterstufe und an Hauptschulen zu installieren. Dort soll den Kindern gezeigt werden, wo Missbrauch beginnt und wie sie damit umgehen können.

„Derzeit melden sich Opfer, die vor Jahren missbraucht wurden. Aber auch den Kindern die aktuell Opfer von Missbrauch in Heimen, Internaten oder auch in der Familie werden, muss geholfen werden. Umso dringlicher ist eine Erhöhung der Mittel zur Prävention“, fordert Musiol.

 




Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang