Do, 18.03.2010

Texte zur Energiewende


Warum Energiewende?

Vom Grünen Anti-Atomfonds bis zum Energiewende-Praxistest - holen Sie sich hier alle Infos zur Grünen Energiepolitik!

Der Grüne Anti-Atomfonds – Die Finanzierung der Energiewende (Eva Glawischnig, 11.8.2006)

Zusammenfassung:

Es ist höchste Zeit für eine Energiewende. Der Atomausstieg und das Ende der Subventionen für die Atomenergie haben - nicht zuletzt angesichts der jüngsten Störfälle in Schweden und Tschechien - absolute Top-Priorität. Die stark steigenden Öl- und Gaspreise führen in eine Energiekrise mit negativen sozialen Auswirkungen. Die breite Forcierung erneuerbarer Energien ist daher ein Gebot der Stunde. Eine Energieeffizienz-Offensive soll – ohne Komfortverlust – den verschwenderischen Umgang mit Energie beenden. Nicht zuletzt machen die zunehmend katastrophalen Auswirkungen des Klimawandels (Stichwort: Überflutungen, Hitzeperioden) eine rasche Energiewende unumgänglich.

Mit der Einrichtung eines Anti-Atom-Fonds wird ein zentrales Finanzierungsinstrument für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Österreich geschaffen. Der Fonds soll ab 2007 mit 280 Millionen Euro pro Jahr dotiert sein, das Fonds-Volumen bis 2010 jährlich um ca. 80 Millionen Euro steigen. In den vier Jahren 2007 bis 2010 sollen insgesamt ca. 1,6 Milliarden Euro in folgenden Bereichen investiert werden:

  1. Energieeffizienzmaßnahmen
  2. Ausbau erneuerbarer Energien
  3. Thermische Gebäudesanierung
  4. Klimaschutzprogramme
  5. Energieforschungsoffensive
  6. Energiepartnerschaften mit Mittel- und Osteuropa

Der Anti-Atomfonds hilft, die hohe und riskante Abhängigkeit von teuren Öl- und Gasimporten zu reduzieren und verringert die Atomstromimporte nach Österreich. Durch die Unterstützung von Energiewendeprojekten in Mittel- und Osteuropa leistet der Fonds einen wichtigen Beitrag für den Atomausstieg. Gleichzeitig werden die durch den Fonds finanzierten Maßnahmen und Projekte ein vielfaches an Investitionen in Österreich auslösen und damit zehntausende Arbeitsplätze schaffen und die österreichische Wirtschaft ankurbeln.

Der Fonds soll die Energiewende in Österreich mit folgenden Zielen für die kommenden zwei Legislaturperioden (2007 – 2015) unterstützen:

  • Energieeffizienz ohne Komfortverlust: Der derzeit stark steigende Stromverbrauch soll um 1 % pro Jahr reduziert werden und bis 2010 stabilisiert werden. Im Dienstleistungssektor und im öffentlichen Bereich soll der Verbrauch elektrischer Energie bis 2015 ohne Komfortverlust um 20% gesenkt werden.
  • Erneuerbare Energien: Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung soll von derzeit 62% bis 2010 EU-konform auf mindestens 78% gesteigert werden und bis 2015 weiter, auf 85% angehoben werden.
  • Ökowärme: Ein Umstellungsprogramm soll bis 2015 500.000 Ölheizungen durch Pelletsheizungen und Solaranlagen ersetzen. Bis 2015 soll die Energiewende im Raumwärmebereich bewirken, dass zwei Drittel der Heizenergie für Haushalte und Büros aus Holz (Pellets, Hackschnitzel, etc.), Sonne (Solaranlagen) und Fernwärme aus Abwärme und Erneuerbaren gedeckt werden.
  • Energiesparende Gebäude: Offensive bei der Althausanierung (Thermische Sanierung). Steigerung der Althaus-Sanierungsrate von 1% auf 3%.


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