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Heuer jährt sich der Internationale Frauentag zum 100. Mal. Die Welt und die Gesellschaft hat sich in dieser Zeit gewaltig geändert. Auch die Rolle der Frau: Wahlrecht, Gleichberechtigung, Unabhängigkeit vom Mann, Aufteilen von Hausarbeit und Kindererziehung, gleiche Berufschancen sind Selbstverständlichkeiten in unserem täglichen Wortgebrauch.

In der Realität sind diese Begriffe allerdings für viele Frauen nicht Bestandteile ihres Lebens. So ist es wenig verwunder- lich, dass die Forderungen, die Frauen heute stellen, oftmals gleich lauten wie jene, die Frauen vor 100 Jahren auf ihre Plakate und Transparente schrieben: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit etwa.

Nach wie vor verdienen Frauen in Österreich im Schnitt ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen - und die Schere hat sich die vergangenen Jahre weiter geöffnet. Von gleichen Aufstiegschancen sind Frauen fast so weit entfernt wie vor 100 Jahren. Der Schlüssel zur Gleichberechtigung ist, so meinen viele, die Bildung.

Je besser, desto gleicher?

Mitnichten. Gerade Studentinnen und Akademikerinnen spüren trotz bester Qualifikation wie hart und unzerbrechlich die Gläserne Decke in der Karriere sein kann. Schon beim Berufseinstieg unterscheiden sich die Anfangsgehälter der Frauen von jenen gleich qualifizierter Männer erheblich - und diese Lücke wächst.

Frauensprecherin Judith Schwentner

Wir Grünen widmen unseren Frauenpreis "Die Grüne Brennnessel 2011" dem Schwerpunkt Bildung. Das Thema ist in den vergangenen Jahren brennend und heiß diskutiert - aufgrund von fehlenden Kindergartenangeboten, schlechten PISA-Ergebnissen, desolaten Zuständen auf den Unis.


Grünen-Chefin Eva Glawischnig und unsere Frauen- sprecherin Judith Schwentner haben am Montag, dem
7. März, im Wiener Palais Epstein die Grüne Brennnessel verliehen.

Moderiert von der KURIER-Karrierechefin Sandra Baierl, diskutierten Gabriele Michalitsch, Politologin und Ökonomin an der WU, Sigrid Maurer, ÖH-Vorsitzende, sowie unsere Frauensprecherin Judith Schwentner und Bundessprecherin Eva Glawischnig.

Preisträgerin 2011:        SIGRID MAURER

Sie hat sich vor allem in den vergangenen beiden Jahren im Hochschulbereich einen über alle Parteigrenzen hinausgehenden Namen gemacht, im Kampf um beste Bedingungen für Studierende, um den Bildungs- standort Österreich, um die Universitäten des Landes – Sigrid Maurer, Vorsitzende der Österreichischen Hochschüler- Innenschaft. Seit 2005 engagiert sich die Tirolerin in der ÖH, bei den ÖH-Wahlen 2009 war sie Spitzenkandidatin der GRAS.



Eva Glawischnig unterstützt die Frauenrechte-Demo, Wien, 19.3.2011

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