Platz 1 SPÖ-Landtagspräsident und stv. Klubobmann der SPÖ, Walter Prior:
"Ich hab ihr das gesagt; es steht bereits in der Bibel geschrieben, wenn sie etwas nicht weiß, soll sie nachhause gehen und ihren Mann fragen."
[Insgesamt 69 Stimmen]
Platz 2 Wolfgang Schüssel:
„Wäre ich ein Linker, würde die ganze Emanzentruppe vor mir flach liegen."
[60 Stimmen]
Platz 3 SPÖ Stadtrat in Gänserndorf:
"Wozu brauchen wir Nachmittagskinderbetreuuung ? Die Frauen sitzen ja den ganzen Nachmittag sowieso nur im Kaffeehaus."
[51 Stimmen]
Platz 4 Kurt Kostenzer, Bürgermeister von Pill:
"Wir brauchen keine Kinderbetreuungsplätze. Unsere Frauen haben Mütter, Schwiegermütter und Großmütter."
[44 Stimmen]
Platz 5 WKÖ-Präs. Christoph Leitl
„Mir ist bisher jedenfalls kein Betrieb untergekommen, wo eine Kraft weniger Gehalt bekommt, nur weil sie eine Frau ist.“
[33 Stimmen]
Fotos von der Preisverleihung am 8. März
Ein herzliches Dankeschön an alle die, die fleißig mitgesammelt, mitgevoted und an dern Verleihung teilgenommen haben!
Weitere miese Sprüche mit Anti-Preis-Potenzial:
„Ich freue mich unglaublich, wenn mir meine Frau um zehn Uhr abends noch eine frische Brennnesselsuppe machen kann und sie nicht abgehetzt und müde ist.“(Kärntens Landeshauptmann Dörfler, 22.3.09)
„Mir ist bisher jedenfalls kein Betrieb untergekommen, wo eine Kraft weniger Gehalt bekommt, nur weil sie eine Frau ist.“ (WKÖ-Präs. Leitl im Standard, 17.3.2009)
„Die Frauen gehören in die Kuchl, sollen die Kinder erziehen und aus. Ich bin da ein Revoluzzer.“ (Gunnar Prokop, Jänner 2005)
Frauen sind zu schade für die Politik, sie sind viel sensibler als Männer, zu sensibel. Ich kenne viele großartige Frauen, die nie in der Politik waren. Was denken Sie, was ich im Wahlkampf auszuhalten hatte, das möchte ich keiner Frau zumuten. (Dörfler, März 2009)
Wenn aber eine Familie da ist, sollte nur ein Partner Karriere machen, wir sollten uns vielmehr wieder an die wahren Werte in der Familie besinnen. Die Wirtschaftskrise ist eine Chance, umzudenken, die Jagd nach dem Geld soll nicht mehr an vorderster Stelle stehen. Sich mehr den Kindern widmen können. (Dörfler, März 2009)
Niki Laudas Botschaft an alle Mütter: "Die Birgit verlangt nichts von mir. Ich mache alles freiwillig. Das ist das Grundprinzip, das man allen Müttern ausrichten muss, die Männer nicht zu vergewaltigen, für die Kinder, mein' ich. Das passiert bei uns zu Hause nicht. Ich mache alles das, was ich gerne mache und damit ist alles in Ordnung". (Niki Lauda, November 2009)
Die jüngste Debatte um die „großen Söhne“ in der österreichischen Bundeshymne, die um „große Töchter“ ergänzt werden sollte, zeigt deutlich, dass hier zu Lande Gleichberechtigung und Gleichbehandlung der Geschlechter nach wie vor kleingeschrieben wird. Das traditionelle Bild herrscht vor: Mann ist der Boss, Frau werkt im Hintergrund – und bitte auf alle Fälle zu Hause und nicht als Konkurrentin am Arbeitsplatz, die vielleicht noch gleich viel verdienen will. Die vielen frauendiskriminierenden bzw. –feindlichen Sprüche, die so mancher klopft, umtermauern diese Haltung.
Wir suchten die schlimmsten Anti-Frauen-Sager!
So lange aber die Vorbilder der Gesellschaft, Menschen – PolitikerInnen, Wirtschaftstreibende, KünstlerInnen, SportlerInnen – die in der Öffentlichkeit stehen, immer wieder mit frauendiskriminierenden „Sagern“ auffallen, wird sich die Einstellung wenig ändern.
Die Grünen haben am Frauentag 2010 (8. März) damit aufgeräumt und mit der unterhaltsamen Unterstützung des Kabarettisten Werner Brix die schlimmsten Sager präsentiert, die Ihnen/Dir im vergangenen Jahr untergekommen sind. Vielleicht braucht es den berühmten Spiegel, den die Gesellschaft sich selbst vorhalten muss, um eine Veränderung zu bewirken.
Der Mensch, der den übelsten Spruch getätigt hat, erhielt von den Grünen im feierlichen Rahmen „Die giftgrüne Brennnessel 2010“.