Hier finden Sie bequem und übersichtlich BLOGS, die von Grünen in ganz Österreich betrieben werden. Sie können sich auf einen Blick alle ansehen oder die Blogs nach deren BetreiberInnen sortieren. Viel Spaß beim Stöbern, Lesen und Kommentieren!
22.09.11 20:07 - Martin Hof - (provided by
)
Diesen Samstag ab 14 Uhr wählen wir Innsbrucker Grüne die neuen KandidatInnen für die Gemeinderatswahl im Frühjahr. Das ist aus zwei Gründen interessant.
08.09.11 03:13 - Martin Hof - (provided by
)
Am 24. September entscheiden die Innsbrucker Mitglieder der Grünen, welche Personen ab den Gemeinderatswahlen im Frühjahr unsere Wählerinnen und Wähler im Gemeinderat vertreten dürfen. Die Vorbereitungen für diese ?Listenwahl? war für mich der Anlass, in den letzten Wochen sehr intensiv über meine Arbeit und meine Pläne nachzudenken.
Erste Erkenntnis: Für mich ist eigentlich alles auf Schiene für einen sicheren Listenplatz, also für ein Mandat auch im neuen Gemeinderat. Ich denke, in der laufenden Periode habe ich recht gute Kontrollarbeit in der Stadt geleistet, und einiges zur Aufklärung von Missständen und gegen die allgegenwärtigen Netzwerke und Freunderl-Kreise beigetragen. Auch dank meiner Arbeit haben die Tiroler Grünen ein sportpolitisches Programm, das als einziges aller Parteien in ganz Österreich diesen Namen verdient und einige Antworten für eine gezielte und nachhaltige Sportpolitik gibt. In der Sicherheitspolitik habe ich eine tragfähige grüne Linie erarbeitet, die Kollegen wie Rudi F. mit ihrer öden und wirkungslosen Law & Order ? Linie schon einiges Kopfzerbrechen bereitet hat.
Darauf bin ich stolz, auch darauf, dass ich trotz harter Auseinandersetzungen gerade in der Kontrollarbeit doch letztlich fair geblieben bin, und im Zweifelsfall lieber zwei starke Sager weniger losgelassen habe als jemandem ungerechtfertigt etwas vorzuwerfen oder einen Ruf zu ruinieren. Mit meinem Stil habe ich mir ein gutes Standing erarbeitet, bei vielen Menschen in der Politik, auch den ?GegnerInnen? im Gemeinderat, im Stadtmagistrat und in der Stadt.
Der Großteil der Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe viel gelernt, viele interessante Menschen und Argumente kennen gelernt, und konnte manches erreichen oder verändern. Die Arbeit im Gemeinderat war und ist ein Traumjob für mich.
Aber.
?Willst du den neuen Rektor wählen?? Vor 14 Jahren, recht frisch auf der Uni, wurde ich das gefragt, und mit dieser Frage hat meine politische Arbeit begonnen. Seitdem war ich fast durchgehend de facto hauptberuflich Politiker, ob ehrenamtlich oder bezahlt.
In der ÖH, in der GRAS und der Uni, in Attac, Landespartei, Bundespartei, Stadtpartei und rund um den Gemeinderat war ich in mehr Funktionen und Gremien, als ich zählen kann. Manche waren sinnvoller als andere, aber fast überall habe ich gelernt und versucht, das Beste herauszuholen für das, was ich für jeweils gerecht, menschlich und nachhaltig gehalten habe ? im Wissen, dass die anderen vielleicht genauso recht haben bzw. ich oder die Grünen falsch liegen könnten. Es war und ist eine wunderbare Zeit.
Im letzten Jahr habe ich dann bemerkt, dass mein Blickfeld langsam enger wird. Ich bin in einen Alltagstrott gerutscht. Der große gesellschaftliche, politische und kulturelle Hintergrund der Politik wurde mir langsam undeutlich. Neue Technologien und Entwicklungen von Klimawandel bis zur Finanzkrise verändern die Welt so, dass ich vieles in 30 Jahren kaum mehr wieder erkennen werde. Nachhaltige Politik muss deshalb jetzt schon versuchen, diese Entwicklungen zu sehen und zu interpretieren, um nicht Entscheidungen zu treffen, über die man in ein paar Jahren oder Jahrzehnten nur noch den Kopf schütteln kann. Das gilt für die Stadtpolitik genauso wie für Bundes- oder Weltpolitik, und diese Perspektive ist mir zwischen Ausschussakten und Tagespolitik fast abhanden gekommen. Das ist ein persönlicher Verlust, und es knabbert an meiner Motivation und meinem Elan.
Sicher könnte ich da wieder heraus kommen, mich am Riemen reißen und neu durchstarten. Selbst wenn nicht wäre ich vielleicht noch ein ganz passabler Politiker. Aber ich bin jetzt 33 und habe mit wenigen kurzen Ausnahmen hauptberuflich nur Politik gemacht. In sechs Jahren, am Ende der nächsten Gemeinderatsperiode, werde ich meinen 40. Geburtstag feiern. Die Gefahr ist nicht klein, in ein paar Jahren plötzlich morgens im Bad zu stehen und zu bemerken, dass ich zynisch geworden bin und/oder keine Möglichkeit mehr sehe, den Absprung aus der Politik zu schaffen.
Ich bin ein politischer Mensch. Ich glaube an die Grünen, an unsere Ideen und unsere Durchsetzungskraft. Oft sind wir viel mächtiger als wir uns eingestehen wollen, Oppositionsrolle hin oder her. Vor allem aber glaube ich an die Kraft der Politik, unser Zusammenleben gerechter und besser zu machen.
Aber Politik ist auch einfach ein Beruf. Einer, den ich liebe, den ich gelernt und für den ich ein gewisses Talent habe, aber eben auch nicht der einzig vorstellbare Beruf für mich und nicht der alleinige Mittelpunkt der Welt.
Jetzt, nach 14 Jahren, ist für mich die richtige Zeit auch anderes zu erleben und zu tun, die Zeit für neue Perspektiven. Und sei es nur, um später vielleicht wieder gestärkt zu meinen beruflichen Wurzeln in die Politik zurück zu kommen.
Deshalb werde ich mich nicht um einen Listenplatz für die Gemeinderatswahl 2012 bewerben.
03.08.11 11:23 - Martin Hof - (provided by
)

15.07.11 13:08 - Martin Hof - (provided by
)
Pax Christi hatte bereits die Absage der Bürgermeisterin bekommen. Zu einer Friedensaktion am 1. August könne niemand kommen, weil alle auf Urlaub seien. Geld gebe es auch keines.
13.07.11 05:56 - Martin Hof - (provided by
)
12.07.11 12:32 - Martin Hof - (provided by
)
08.07.11 06:15 - Martin Hof - (provided by
)
Mit Angst, Wut, Ausgrenzung und einem bewussten Rechtsbruch
Wappen sind ja so etwas wie mittelalterliche Logos. Sie repräsentieren eine größere Gemeinschaft. Das Innsbrucker Stadtwappen zum Beispiel steht für die ganze Stadt, für junge und alte, In- und AusländerInnen, Politik und BürgerInnen, für die ganze bunte Vielfalt die Innsbruck ausmacht. Deshalb ist es auch besonders geschützt.
Vor einem Jahr ersuchte die FPÖ um die Erlaubnis, das Stadtwappen verwenden zu dürfen, wie es im Stadtrecht vorgeschrieben ist. Auf einstimmige Empfehlung des Rechtsausschusses beschloss der Gemeinderat, dass keine Partei das Wappen führen darf, weil jede Partei eben nur ein kleiner Ausschnitt der Stadt ist, das Wappen aber für das große Gemeinsame steht. Damit blieb auch der FPÖ die Verwendung des Wappens gesetzlich verboten.

Strache unter dem Stadtwappen
Der FPÖ war's egal. In ihrem verzweifelten Versuch, auf allen Ebenen Regierungsfähigkeit zu simulieren, haben sie das Verbot ignoriert. Die angebliche Law & Order Partei verwendet das Stadtwappen gleich auf jeder Seite ihrer Zeitung, und beginnt damit ihren Vorwahlkampf mit einem Rechtsbruch.
Der Inhalt der Zeitung besteht weitgehend aus den bekannten FPÖ-Zutaten Wut, Angst und Ausgrenzung. "Tägliche Gewaltexzesse" sieht die FPÖ, "Terror" in der Stadt. Man könnte meinen, wir würden in einem einzigen Slum leben statt in einer der sichersten Städte der Welt, mit höchster Lebensqualität. Und über diesem Sammelsurium leuchtet das Symbol unserer Stadt? Ich finde das ziemlich widerlich. Deshalb werde ich eine Verwaltungsstrafanzeige erstatten, um diesen Missbrauch in Zukunft zu verhindern.
07.07.11 06:08 - Martin Hof - (provided by
)

06.07.11 11:31 - Martin Hof - (provided by
)
15.06.11 12:14 - Martin Hof - (provided by
)
Machtspiel der Bürgermeisterin darf Kontrollarbeit nicht beschädigen
Den GRÜNEN ist wichtig, dass der Streit um die Vorgangsweise zur Bestellung des neuen Kontrollamtsleiters nicht die Kontrollarbeit gefährdet. "Denn gerade diese Vorgänge zeigen, dass diese Bürgermeisterin besonders starke Kontrolle braucht", erklärt der grüne Gemeinderat Martin Hof.
Die Ausgangslage für die wichtige Personalentscheidung war laut Hof ideal: "Wir hatten drei wirklich kompetente Kandidaten, alle mit eigenen Schwerpunkten und besonderen Stärken. So etwas kann man sich als Stadt nur wünschen." Dann habe die Bürgermeisterin ohne Not einen Keil in die konstruktive Stimmung rund um die Kontrollarbeit getrieben. "Sie wollte auf Biegen und Brechen ein Hearing im zuständigen Kontrollausschuss verhindern. Dank ihrer braven SPÖ ist ihr das auch gelungen." Denn die Innsbrucker SPÖ habe zwar zuerst mehr als alle anderen gegen die Vorgangsweise protestiert, sei aber dann "wieder einmal schneller von den Barrikaden gefallen als man 'Sozialdemokratie' buchstabieren kann."
"Die Bürgermeisterin handelt verantwortungslos", kritisiert der grüne Gemeinderat Martin Hof die Vorgangsweise von BMin Oppitz-Plörer rund um die Neubestellung der Kontrollamtsleitung. "Ihr wäre kein Zacken aus der Krone gefallen, wenn sie ein echtes Hearing zugelassen und dem Gemeinderat drei Personen zur Auswahl vorgeschlagen hätte. So wie das auch letztes Mal gemacht wurde."
So habe Oppitz-Plörer viel böses Blut zwischen die Koalition und die Opposition gebracht. "Damit der Fehler der Bürgermeisterin nicht am neuen Kontrollamtsleiter hängen bleibt, werden wir GRÜNE seiner Berufung im Gemeinderat zustimmen. Denn sollte er ein schlechtes Ergebnis im Gemeinderat bekommen, besteht die Gefahr, dass er seiner Aufgabe nicht voll nachkommen kann. Darunter würde die Kontrollarbeit insgesamt leiden, und das werden wir GRÜNE als stärkste Oppositionspartei sicher nicht zulassen."
Die GRÜNEN werden im morgigen Gemeinderat zunächst die Absetzung des entsprechenden Tagesordnungspunktes fordern, "um unseren Protest gegen die Bürgermeisterin auszudrücken und auch um der SPÖ eine letzte Gelegenheit zu geben, zu ihren Ankündigungen zu stehen". Sollte der Punkt abgesetzt werden, müsste es wohl doch noch zu einem Hearing im Kontrollausschuss und einer offeneren Vorgangsweise kommen.
"Falls unser Antrag zur Tagesordnung aber abgelehnt wird und es zur Abstimmung kommt, werden wir den neuen Kontrollamtsleiter unterstützen. Denn unsere Kritik richtet sich nicht gegen ihn, sondern gegen die Bürgermeisterin, die willkürlich das gute Klima und damit die Qualität der Kontrollarbeit gefährdet hat" schließt Hof.
28.05.11 12:53 - Martin Hof - (provided by
)
Dort wurde unter anderem aus dem letzten Bescheid des Innenministeriums vorgelesen, dessen Begründung zeigt, wie willkürlich in Bleiberechtsverfahren entschieden wird. Sein Integrationsstand wird kleingeredet, seine Freunde willkürlich zu bloßen "Gelegenheitsbekanntschaften" umgedeutet, seine Arbeit als 20er-Verkäufer ignoriert mit dem Hinweis, er habe keine "Honorarnoten" vorgelegt.
Es war eine politische Entscheidung. Die ÖVP lässt sich weiter von der FPÖ vor sich hertreiben, in der Hoffnung nicht allzuviele Stimmen zu verlieren. Dabei wirft sie zentrale VP-Werte wie christliches Sozialdenken über Bord. Dass sie trotzdem Wahlen verlieren werden, dass Strache bald (Vize-)Kanzler mit VP-Unterstützung werden dürfte, ist wohl eine Ironie der Geschichte.
Einen guten Eindruck der heutigen Solidaritätskundgebung gibt es nachzulesen auf http://tirol.orf.at/stories/518152/
27.05.11 11:12 - Martin Hof - (provided by
)
Morgen Protestkundgebung in Innsbruck.
19.05.11 18:01 - Martin Hof - (provided by
)
Das "Liberale Innsbruck" mit Christian Kogler fällt alle paar Monate in ein neues Lager. Zwischenstand nach 5 Jahren: Von rechts-außen zu liberal zur Bürgermeisterin zu rechts zu konservativ.
16.05.11 07:04 - Martin Hof - (provided by
)
Die Parteienfinanzierung ist nirgendwo dermaßen undurchsichtig wie in Österreich. In Innsbruck ist das nicht anders.
14.05.11 11:52 - Martin Hof - (provided by
)
Die spektakulären Aktionen sind fürs erste vorbei. Hinter den Kulissen engagieren sich von der evangelischen Kirche über uns Grüne bis zu einzelnen ÖVP-PolitikerInnen viele Menschen für den 20-jährigen Flüchtling.
?Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die mir aus dieser schwierigen Situation helfen wollen. Das ist eine schöne Überraschung für mich. Seit letzter Woche sind so viele Menschen hier, denen es egal ist, ob Lamin schwarz ist, ob Lamin Afrikaner ist, ob Lamin Fremder ist. Weil alle Menschen Rechte haben. Sie sagen, sie werden nicht aufgeben, bis alles gut ausgeht und das ist sehr große Überraschung für mich. Heute ist mir klar, dass es viele gute Leute in Österreich gibt. Ich wünsche mir, dass alles gut geht.?
Brief von Lamin J. vom 11. Mai 2011
10.05.11 20:25 - Martin Hof - (provided by
)
Es waren wieder etwa 200 Menschen am Unteren Stadtplatz, aber eine Blockade war heute nicht nötig.
10.05.11 13:24 - Martin Hof - (provided by
)

10.05.11 01:06 - Martin Hof - (provided by
)
Lamin wird freigelassen, die Abschiebung gestoppt.
Lamin J. sollte heute abgeschoben werden. Er kam als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling vor vier Jahren aus Gambia nach Österreich. Er verkauft die Straßenzeitung 20er, weil diese Arbeit eine der wenigen ist, der Asylwerber_innen aufgrund des faktischen Arbeitsverbotes nachgehen dürfen.
Mittlerweile hat er eine Einstellungszusage für eine Arbeit in einem Atelier und hat die Deutschprüfung auf A2-Niveau erfolgreich bestanden. Nachdem sein Asylverfahren trotz Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof negativ endete, reichte er einen Antrag auf Niederlassungsbewilligung ein. Dieser wurde von der BH Innsbruck Land abgelehnt.
Über Lamins Fall berichteten zuvor u.a. die Tiroler Tageszeitung und Der Standard.
03.05.11 11:44 - Martin Hof - (provided by
)

28.04.11 17:39 - Martin Hof - (provided by
)
Der Bescheid ist erlassen: Jene Familie, die im Februar knapp vor der Abschiebung stand, darf legal hier bleiben.