Ein gemeinsame Schule für alle Sechs- bis 14-Jährigen, verbale Beurteilung statt Noten in der Volksschule und ab Hauptschule und AHS-Unterstufe externe Evaluierung von SchülerInnenleistungen zusätzlich zu einer veränderten Benotung durch die LehrerInnen - das sind die Eckpunkte des Bildungsprogramms der Grünen, das Bundessprecherin Eva Glawischnig und Bildungssprecher Harald Walser am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt haben. LehrerInnen sollen weiters zu Coaches werden und nicht mehr mittels Noten die Richterfunktion einnehmen.
Gleicher Bildungszugang für alle!
Wer verhindert, dass Menschen gleichen Zugang zu dieser Ressource haben, verschüttet Entwicklungsmöglichkeiten der Gesellschaft und bestraft gleichzeitig Menschen für soziale und kulturelle Defizite ihres Herkunftsmilieus.
Sind LehrerInnen RichterInnen oder Coaches der SchülerInnen?
Soll Wissen oder Kompetenz vermittelt werden?
Sind Noten noch zeitgemäß?
Gilt gleicher Lohn für gleiche Arbeit auch im Bildungsbereich?
Sollen LehrerInnen einer Bewertung unterzogen werden?
Sie haben das Wort!
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für die meisten nicht oder nur mit vielen Abstrichen leistbar. Würde man Alternativschulen ausreichend finanziell unterstützen, könnte sich das System von innen heraus erneuern. Jeder könnte frei wählen, was auch zur Entspannung an den Regelschulen führen würde. Skeptiker könnten über längere Zeit die Auswirkungen und Ergebnisse alternativer Pädagogik beobachten. So könnte sich ohne Druck und Zwang eine lebenswerte Schullandschaft etablieren.
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Ich bin Mutter von 3 Kindern (5,9 und 13) und habe den direkten Vergleich Regelschule - Montessorischule, in die ich die jüngeren Kinder unterbringen konnte. Verlust von Talenten, Frust, Abstumpfung auf der einen Seite - Talententfaltung, Sinnesförderung und Partnerschaft mit den Lehrern auf der anderen Seite. Für meine Begriffe ist euer Programm nur Symptombekämpfung. Geld in Reformen des bestehenden Systems zu pumpen, ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Zu viel läuft hier offensichtlich falsch (Gewaltbereitschaft, schlechte Leistungen, Behinderung von Begabungen und Selbstbewusstsein...),sodass Reformen am bestehenden System zu wenig wären und andererseits finanzielle Ressourcen aufbrauchen würden, die für ein ernstzunehmendes und ausreichendes Alternativangebot notwendig wären. Durch meinen Beruf kenne ich sehr viele Elternmeinungen und mehr als man annehmen würde (v.a. Mehrkindfamilien) suchen nach Alternativen zur Regelschule, doch es gibt keine Plätze, und wenn, sind sie...
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Grüß Gott!
Ich finde, dass das Porgramm, wenn es umgesetzt wird, österreichische Schulen wieder besser machen wird.
Nur finde ich auch, dass im Programm (soweit ich es nicht übersehen habe)die Abschaffung der Noten auch in AHS, BHS, etc. fehlt.
Ich bin der Meinung, dass es generell keine Noten mehr geben sollten. Eine schriftliche Beurteilung im Zeugnis sagt wesentlich mehr über den Schüler aus als eine einzelne Note. Die Vergabe einer Note ist von LehrerInn zu LehrerInn extrem unterschiedlich. Es gab vor längeren einmal eine Studie dazu, die besagt, dass ein und die selbe Schularbeit bei manchen LehrerInnen eine 1 und bei anderen eine 5 gewesen wäre. Daher hängt der "Wert" dieser Note vom "Schwierigkeitsgrad" des Lehrers bzw. von der Schule ab. Dies jedoch zu beurteilen als Außenstehnder ist nahe zu unmöglich.
Außerdem versetzen Noten die Schüler nur noch mehr unter Druck und das kann so "Hass" gegen die Schule bzw. das Lernen...
Da ist viel Richtiges dabei. Ab der Sekundarstufe können Noten aus meiner Sicht aber sehr wohl Aussagekraft haben. Wir testen derzeit bspw. in der 4. und 8. Schulstufe sehr objektiv. Auch das Instrumentarium, das etwa bei der PISA-Testung eingesetzt wird, kann als Bsp. dienen. Insgesamt aber sollte die Bedeutung der Noten nicht überschätzt und zurückgedrängt werden.
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Bravo für das Bildungsprogramm; wenn diese Punkte umgesetzt werden könnten, wäre das meiner Meinung nach ein großer Schritt in die richtige Richtung. Aber: die vier Punkte zielen nur auf die Rahmenbedingungen des Unterrichts ab. Gibt es auch Ideen über die bessere Einbindung von SchülerInnen mit nicht-deutscher Muttersprache (zum Beispiel Angebot an Sprachkursen in deren Muttersprache oder Abschaffung der seltsamen Regelung, dass Hochdeutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau VOR Schuleintritt vorhanden sein müssen) und den verstärkten Einsatz/verstärkte Förderung (bereits bewährter) "alternativer" Lehrmethoden?
Du nennst selbst schon einige mögliche Maßnahmen. Es braucht auch sehr vielfältige Angebote, vor allem im vorschulischen Bereich (in der Muttersprache und der Umgangssprache). Auch in der Schule ist wichtig, SchülerInnen mit Sprachproblemen in Kleingruppen von speziell ausgebildeten LehrerInnen zu fördern. Muttersprachlicher Unterricht für MigrantInnenkinder an Österreichs Pflichtschulen wurde von BM Schmied schon vor einem Jahr versprochen, allein ...
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LehrerInnen sind für Schülerleistungen mitverantwortlich?
Das ist eine unprofessionelle und bürokratische Forderung in eurem Programm: Bürokratisch, weil es davon träumt mit billigen Maßzahlen alles in den Griff zu bekommen.
Aber vor allem unprofessionell, weil nach dem aktuellen Forschungsstand die Unterrichtsgestaltung nur zu 20 - 40 % zur Lernleistung beiträgt.
Um besseren Unterricht zu bekommen, muss meine Lehrerleistung professionell festgestellt werden - wie ihr vorschlägt, durch Externe.
In der Unterrichtsforschung kursieren mehrere Kriterienkataloge für guten Unterricht, doch ohne verlässliche Messinstrumente. Deshalb schlage ich euch vor, die Entwicklung dieser in euer politisches Programm aufzunehmen, damit Lehrerleistung professionell gemessen und gesteigert werden kann. Als Lehrer will ich für meine Arbeit verantwortlich sein und nicht dafür, was Dritte daraus machen.
Was soll daran "bürokratisch" sein. Das ist doch normaler Bestandteil einer jeden feedback-Kultur und wird schon jetzt vielfach durchgeführt (etwa an meiner Schule). Es ersetzt aber das von Dir "professionell" genannte nicht.
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Wie funktioniert denn Bildung für Schwächere?
Mein Sohn ist Legastheniker und extremer linkshänder. Im Kindergarten ist bereits aufgefallen, dass er feinmotorisch etwas schwächer ist als andere Kinder. Die Kindergärtnerin hat jedoch für solche Sachen keine Zeit. Wie soll denn das in Zukunft aussehen?
In der Volksschule war er immer bei den Schlechtesten und sogar mal kurz vor dem Sitzenbleiben. Es baute sich bei ihm eine Unmenge an Frust auf. Die Lehrerin hatte keine Möglichkeit auf ihn Rücksicht zu nehmen. In der 3. Klasse bekam er einen Stützlehrer. Gemeinsam mit 7 anderen Kindern. Der Erfolg war mäßig. Ab der 4. Klasse hatten wir das Glück privat eine Sonderschulpädagogin zu engagieren, die ihm Lesen und Schreiben bei brachte. Er besucht zur Zeit die 2. Klasse Hauptschule.
Hat er genügend Zeit, so schafft er es Wörter zu schreiben die man auch lesen kann (mit Rechtschreibfehler). Schaut man sich die Schulhefte an, hier wird das Tempo der Klasse vorausgesetzt, so...
Gerade für Deinen Sohn müssen wir etwas tun: Legastheniker etwa oder auch Kinder mit feinmotorischen Schwächen können und müssen individuell gefördert werden, dafür brauchen wir ausgebildetes und vor allem mehr Personal. Frust bei Kindern schon im Kindergarten oder in der Volksschule - das ist eine Bankrotterklärung des Staates, wenn da nicht gegengearbeitet wird. Und an die Wirtschaft: Es ist eine Vergeudung von volkswirtschaftlichen Ressourcen, denn Kinder mit solchen Teilleistungsschwächen könnten in anderen Bereichen bei entsprechendem Selbstvertrauen sehr wohl gute Leistungen erbringen.
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große zustimmung zu den grünen bildungsideen. erweitert möchte ich aber anregen, die willkür bei der personalwahl und der beurteilung durch leiterInnen oder eltern zu beleuchten. hier kann psychoterror auf pädagogInnen ausgeübt werden. wie kann objektive beurteilung pädagogischer leistungen aussehen?
zur zeit ist es sehr "in", bühnenpräsenz und zurschaustellung von projekten zu belohnen. die solide differenzierende arbeit in der klasse, die im stillen stattfindet, ist schwer bewertbar. und lehrerInnen, die nicht immer ja sagen, haben mit konsequenzen zu rechnen. auch die sogenannte methodenfreiheit existiert nur auf dem papier. die laune der leitung entscheidet und die personalvertreterInnen sind meistens auch leiterInnen. eine sackgasse.
Objektivität ist sicherlich nur als Annäherung zu erreichen, wir können in der Schule vieles messen, nicht aber zentrale Aufgaben wie Sozialkompetenz, Teamfähigkeit etc. Wenn wir ein positives und angstfreies Klima schaffen, haben wir aber schon viel gewonnen. Zudem muss die Bedeutung von Noten zurückgestuft werden: Daher unsere Forderung nach weitgehender Abschaffung zumindest in der Volksschule.
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Lieber Harald Walser,
ich habe das gesamte Bildungsprogramm gelesen und sehe durchaus die hehere Motivation hinter dieser Forderung. Ich bin auch der Meinung, dass unsere Gesellschaft (und nicht nur die Kindergärten) KinderpädagogInnen, aus den von dir genannten Gründen, braucht.
Aber leider gibst du keine Antworten auf die von mir aufgezeigten damit verbundenen Auswirkungen.
Befragt mal 100 (besser mehr) heutige KindergärtnerInnen, wieviele diesen Beruf ergriffen hätten, wenn dafür ein Studium erforderlich gewesen wäre...
Ich habe ausführlich mit KindergartenpädagogInnen gesprochen - in Vorarlberg und in Wien. Ziel ist - ich sag?s nochmal - eine Akademisierung der Ausbildung. Die soll nach wie vor sehr praxisorientiert sein. Wir brauchen aber ausgebildete SpezialistInnen zur frühzeitigen Erkennung von Problemen (Sprache, soziale Auffäligkeiten etc.) und Chancen (Hochbegabung in den diversen Bereichen).
Ich habe ausführlich mit KindergartenpädagogInnen gesprochen - in Vorarlberg und in Wien. Ziel ist - ich sag?s nochmal - eine Akademisierung der Ausbildung. Die soll nach wie vor sehr praxisorientiert sein. Wir brauchen aber ausgebildete SpezialistInnen zur frühzeitigen Erkennung von Problemen (Sprache, soziale Auffäligkeiten etc.) und Chancen (Hochbegabung in den diversen Bereichen).
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Die Diskussion, KindergärtnerIn akademisch - ja oder nein, hat ja nur am Rande mit dieser Diskussion zu tun. Daher habe ich meinen Standpunkt dazu auch nicht weiter ausgeführt.
Meine Meinung: Natürlich sollen KindergärtnerInnen best möglich aus- und weitergebildet werden. Aber dass eine allgemeinen akademischen Grundausbildung das unbedingt erforderliche Mittel zu einer Qualitätsanhebung ist, erschließt sich mir absolut nicht.
Für die im Kindergarten überwiegende "Betreuungsarbeit" kann sie wohl genau so wenig erforderlich sein, wie ein Medizinstudium für eineN Krankenschwester/pfleger.
Und wie soll denn das überhaupt aussehen? JedeR KindergärtnerIn soll dann LehrerIn, Soziologe/in und PsychiaterIn in einem sein?
Wo sie da - wie jetzt schon - an ihre Grenzen stoßen, werden auch weiterhin Spezialisten beigezogen werden müssen. Diese kann man möglicherweise um "akadem. KinderpädagogInnen" erweitern.
Viele Berufsinteressierte würden sich...
Viele Berufsinteressierte würden sich bei so einer Umstellung sagen, da werd ich gleich LehrerIn. Und die, die das Studium nicht machen können oder wollen und trotzdem mit Kindern arbeiten wollen sind auf ewig zu KindergartenHELFERInnen degradiert.
Genau so gut kann ich als Voraussetzung für einen Installateur - in Anbetracht der gerade medienaktuellen Gefährlichkeit des Umgangs mit Gasleitungen - einen TU-Abschluß verlangen.
Diese Idee gehört ganz dringend nochmal mit Menschen aus der Praxis diskutiert und überlegt, bevor sie ein offizieller Parteistandpunkt wird.
Die universitäre Ausbildung für KindergartenpädagogInnen ist ja gerade deshalb notwendig, weil die Anforderungen schon längst über reine Betreuung hinausgehen. Notwendig sind diagnostische Fähigkeiten in der Erkennung von Sprachdefiziten oder besonderen Begabungen, das richtige Reagieren auf Entwicklungsauffälligkeiten etc.In vielen Ländern wurde das erkannt und entsprechend reagiert. Es sollte künftig auch möglich sein, als KindergartenpädagogIn in andere pädagogische Bereiche zu wechseln.
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ich find schon, dass die kindergärtnerInnen universitär aufgewertet werden sollen - und seh auch die gefahr, dass sich das manche dann nicht mehr zutrauen. eine sehr nette schülerin ist aus meiner 4. ahs in der kindergartenpädagogik abgewandert, weil sie einerseits sehr gern mit kindern arbeitet und sich andrerseits keine matura zutraut ... und das bei der jetzigen matura vermutlich mit recht.
lieber harald walser: wer die externe evaluation machen soll, hast du noch nicht erklärt. (außer: dass man das erst aufbauen muss.) das ist jetzt ein bisserl mager. find ich. (wenn eine idee so mager ist, sollte man vllt nicht so volltönend mit ihr hinaus.)
ml.
Auf Josef Redinger hast Du in meinem Sinn schon geantwortet. Ein Zusatz: Universitär darf nicht mit Überakademisierung verwechselt werden. Wir fordern natürlich eine sehr praxisnahe Ausbildung.
Mit dem `mager? muss ich leben. Bitte aber zu bedenken, dass wir im Programm das Ziel benennen wolen, wenn man sich darauf geeinigt hat, dann kann über den Weg dahin diskutiert werden. Es gibt aber natürlich Bsp. für funktionierende Formen externer Evaluation des Leistungsvermögens - etwa die diversen internationalen Vergleichsstudien von PIRLS über TIMSS bis zu PISA oder die österreichischen Testungen (Standards in der 4. und 8. Schulstufe, Matura) etc.
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Glaubt ihr im Ernst, dass akademisch gebildete Kindergärtnerinnen besser sind? Die Uni wird für viele, die diesen Beruf ergreifen wollen, eine gewaltige Hemmschwelle sein. Und nur wege der Bezahlung eine längere Ausbildung? Und was konkret sollte da an der Uni besser unterrichtet werden? Gemeinsame Schule bis 14 ja, ebenfalls Wegfall im Volksschulbereich der Noten positiv. Externe Beurteiler-klingt toll, das hört sich ganz nach Wirtschaftsberater an. Meint ihr wirklich, dass da die Kinder weniger Angst haben? Der Richter ist dann halt ein anderer. Welche Ausbildung haben diese? Wer sucht sie aus? Welche Kompetenzen haben sie?
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ich find das neue grüne bildungsprogramm sehr spannend, voll von guten ideen. skeptisch bin ich lediglich in bezug auf die evaluierung von außen, und zwar zweifach.
erstens: wer soll das tun? wer ist da kompetent? (ich brauch keine unternehmensberater in den schulen.)
zweitens: es ist schon ein akt der kühnheit (oder der taktischen blindheit), gerade jetzt, wo SPÖ & ÖVP lehrerInnen aktiv und en gros vertreiben, denselben lehrerInnen mit der externen evaluierung mit dem arsch ins gesicht zu hupfen. wollen wir die vertriebenen wählerInnen nicht wirklich?
m.
Lieber Mathelehrer! Gar so drastisch würde ich das nicht ausdrücken: Wir Grüne sind nicht populistisch und an kurzfristigem Zuspruch interessiert - wir wollen das Schulsystem weiterbringen! Und ich habe in den letzten Tagen viel Zuspruch von KollegInnen bekommen.
Externe Evaluation ist keine Gefahr, sondern eine Chance für LehrerInnen - eine Möglichkeit zur professionellen Reflexion. Das System dazu muss natürlich erst aufgebaut werden.
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Insgesamt grundsätzlich ein gutes Programm, zu dem mir nur einige Erweiterungen fehlen.
"eine gemeinsame Schule aller Sechs- bis Vierzehnjährigen"
Warum denkt man das nicht weiter zu einer gemeinsamen Schule aller Fünf- bis Fünfzehnjährigen?
Ein enorm wichtiger Punkt ist doch der Einstieg auf einem gewissen Mindestniveau. Lieber also anstatt des nunmehrigen "Kindergartenpflichtjahres" ein "Vorschuljahr" bei dem soziale und sprachliche Voraussetzungen von Pädagogen geschaffen werden.
Ich halte in diesem Zusammenhang auch nicht viel von der geplanten "Veruniversitierung" der KindergärtnerInnen-Ausbildung.-
Und dann natürlich weg mit dem unsäglichen Polytechnischen Lehrgang vor dem jetzt schon die meisten in irgendeine Alternative flüchten, wo sie schlussendlich aber auch falsch am Platz sind. Hier wäre die Möglichkeit die Schulpflicht mit so etwas wie einer "mittleren Reife" abzuschließen.
Zu...
Zu überdenken wäre auch die Ferienordnung, ob 9 Wochen Sommerferien nicht für ALLE (Schüler, Eltern, Lehrer, Wirtschaft) zu lange sind?
Das größte Problem ist aber die „Unmachbarkeit“ von Schulpolitik in Österreich, durch die erforderliche 2/3-Mehrheit und die Blockadehaltung mancher (Funktionärs-)Gruppen.
Nachdenken kann man natürlich über eine Schule der 5- bis 15-Jährigen - ich persönlich bin aber gegen eine frühere Einschulung. Lassen wir die Kinder doch im Kindergarten, wo sie von universitär (!) ausgebildeten KindergärtnerInnen betreut werden: universitäre Ausbildung bedeutet nicht Überakademisierung. Übrigens: Überall, wo dem vorschulischen Bereich großes Augenmerk geschenkt wird, sind die Resultate auch bei den Zehn- und Fünfzehnjährigen deutlich besser.
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danke für das neue bildungsprogramm- grundsätzlich ich stimme dem voll und ganz zu
die form der evaluierung müsste man mir aber in der praxis zeigen
denn so wie ich das dem bildungsprogramm der grünen entnehme
trage ich konsequenzen bei misserfolg meiner schüler
und da fürchte ich ein abrutschen ins amerikanische bildungs- und benotungssystem
schlechtere leistungen der schüler- weniger geld für die schule- entlassen der lehrer,
somit in der praxis ein reines "auf den test vorbereiten" der kinder
allerdings vermisse ich in der diskussion die rolle der erziehungsberechtigten
da ich aus der praxis komme, weiß ich, was eltern immer mehr von uns vs lehrern fordern: das kind nicht nur zu unterrichten, sondern es auch zu erziehen
dahingehend haben wir aber weder die ausbildung
noch die psychologisch erforderlichen kompetenzen und mittel dies zu tun
warum steht die schule so im kreuzfeuer
dabei wird aber nie...
Ihre Anregungen sind spannend: Elternbildung kommt wirklich nicht vor - wie übrigens vieles andere auch nicht. Wir haben uns auf unsere Philosophie konzentriert. Es wäre aber sicher zu überlegen, das nachzuholen. Ihre Ängste bezüglich möglicher negativer LehrerInnenbeurteilungen teile ich nicht. Es ist allerdings klar, dass dauernde Minderleistungen zu Konsequenzen (Fortbildung etc.) führen müssten.
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Sozialverhalten muss schon so früh wie möglich erlernt werden.Die Idee, Lehrer als "Coaches" zu positionieren, ist eine gute, denn sie schafft ein Vertrauensverhältnis zwischen Schüler und Lehrer. Dass das Weglassen von Schulnoten bestens funktionieren kann, macht uns das Waldorf-Schulen-System vor.
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ich kann mir das nicht ganz vorstellen, aber lass mir das gerne von weiterdenkenden pädagogen erklären.
@ Genoveva und Solo
Wir sind zu fixiert auf Noten, das sehe ich so wie Genoveva. Zu Solo: Es ist doch spannend, dass Länder ohne jedes Notensystem bis zur 5. Schulstufe (wie Finnland und andere) derart gute Ergebnisse erzielen. Warum sollen wir unseren Kindern diesen Freiraum nicht auch zur Verfügung stellen, damit für sie die Schulzeit möglichst stressfrei und lustvoll beginnen kann?
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