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Bild: Kurz & bündig

Der Bildungsbegriff der Grünen

Bildung bedeutet mehr als die Anreicherung von Wissen. Die Grünen begreifen Bildung als Chance für alle, sich zu emanzipierten, kritischen und freien Menschen zu entwickeln und gute Perspektiven für die eigene Zukunft zu schaffen. Bildung ist eine zentrale öffentliche Aufgabe, die einer Budgetsanierungspolitik nicht zum Opfer fallen darf.

Inhalt:

 

Problemaufriss

Bildung wird viel zu wenig als Chance verstanden, Perspektiven für das eigene Leben zu schaffen. Dies wird etwa daran deutlich, dass viele SchülerInnen lediglich für die nächste Prüfung oder für die nächste Schularbeit lernen. Eine gute (Aus-)Bildung ebnet aber den Weg in eine sichere Zukunft. Dieses Bewusstsein in der breiten Öffentlichkeit zu etablieren ist auch Aufgabe einer engagierten Bildungspolitik.

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Grüne Position

Bildung ist Zukunft

Bildung ist eine zentrale Voraussetzung für eine selbstbestimmte Gestaltung des Lebens sowie für ein verantwortungsvolles, solidarisches Miteinander in einer demokratischen Gesellschaft. Bildung eröffnet Chancen für die persönliche Entwicklung eines Menschen und für berufliche Perspektiven.

Bildung ist eine zentrale öffentliche Aufgabe. Sie muss allen Menschen unabhängig von Geschlecht, Religion, Staatszugehörigkeit, Behinderung, Bildungsgrad, sozialem Status und Alter gleich zustehen. Daher muss verstärkt in den Bildungsbereich investiert werden. Das hebt das kreative und innovative Potential dieses Landes und sichert Arbeitsplätze. Investitionen in die Bildung sind daher Investitionen in die Zukunft.

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Grüne Lern- und Bildungsziele

Bildung soll

  • Menschen dazu befähigen, Zusammenhänge zu erkennen, ein kritisches, selbstbestimmtes Bewusstsein zu entwickeln und individuelle Talente zu entfalten
  • den/die EinzelneN dazu befähigen, selbstbestimmt zu lernen, zu wissen, wie man lernt, zu wissen welche Informationen relevant sind und wo diese gefunden werden können. Damit soll Bildung auch die selbstständige Problemlösungskompetenz fördern.
  • Kinder und Jugendliche auf die Anforderungen der Berufswelt vorbereiten. Da der Arbeitsmarkt raschen, unvorhersehbaren Veränderungen unterliegt, muss die Schule ein Lernen ermöglichen, das Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene befähigt, sich diesen Veränderungen selbstbestimmt stellen zu können. Lernen muss darauf zielen, Kompetenzen zu entwickeln, die langfristige Bedeutung haben und Flexibilität ermöglichen.
  • als zentrale öffentliche Aufgabe dem vom Arbeitsmarkt ausgehenden Druck entgegenwirken, wenn dieser die Verwertbarkeit und den Stellenwert verschiedener Ausbildungen definiert. Auch die Bildungsangebote, die aus der momentanen wirtschaftlichen Perspektive wenig verwertbar erscheinen, müssen aufrecht erhalten werden.
  • Kreativität, die Fähigkeit zur Reflexion, Kritikfähigkeit, soziale Kompetenzen sowie soziale und ökologische Verantwortung fördern.
  • den Anspruch auf Selbstbestimmung und die Entwicklung eigener Lebenssinnbestimmungen verwirklichen.
  • Neugier und Lernmotivation stärken.
  • die Bereitschaft der Menschen erhöhen, sich Konflikten zu stellen und diese friedlich und demokratisch zu lösen.
  • Toleranz und Solidarität stärken.
  • eigenverantwortliche und moralische Handlungsfähigkeit fördern. - demokratische Strukturen weiterentwickeln.
  • Wege für eine offene, tolerante Gesellschaft ebnen.

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Verantwortlich für den Inhalt: Dieter Brosz, Abgeordneter zum Nationalrat und ehem. Bildungssprecher; Mag.a Christina Heintel, ehem. Bildungsreferentin des Grünen Klubs im Parlament.