Computer, Internet, Computerspiele, Kommunikation und Information sind fixe Bestandteile in der digitalen Lebenswelt, gerade auch von jungen Menschen. Das Internet hat großes Potential, ist die Kommunikationsplattform schlechthin, schenkt Information und Wissen und unterstützt Protestbewegungen weltweit.
„Doch trotz der Vielfältigkeit und Kreativität gibt es auch Gefahren im tagtäglichen Umgang mit dem World Wide Web“, meint Tanja Windbüchler-Souschill, unsere Jugendsprecherin.
„Das Internet ist eine große Chance, die Gefahren dürfen aber gerade von Seiten der Politik nicht übersehen werden. Es gilt, einen guten Weg zwischen Freiheit und Sicherheit zu gehen. Rund um die Uhr online und somit erreichbar zu sein, das ist die Alltagsrealität von Jugendlichen und hier gibt es natürlich Gefahren, wie zum Beispiel Cyber-Mobbing.
Solch persönlich motivierte Grenzüberschreitungen bedürfen klarer Konsequenzen. Beschimpfungen, Beleidigungen und Demütigungen haben auch im Internet nichts verloren. Ebenso muss Identitätsdiebstahl rascher verfolgt werden können.“
Wir Grüne fordern daher, in Schulen Workshops und Module zum Thema Medienkompetenz und Medienbildung zu verankern. „In Workshops sollen Kompetenzen erarbeitet und gestärkt werden. Dies soll kooperativ erfolgen gemeinsam mit den LehrerInnen und Eltern. Auch können ExpertInnen hier eingebunden werden. Das Internet verändert sich so rasch, die Workshops sollen auf die rasanten Entwicklungen Bezug nehmen können. Eine solche Verankerung wäre notwendig, denn zurzeit hängt Medienbildung nur von engagierten LehrerInnen ab.“
Es gibt verschiedene Initiativen und Organisationen, die sich mit diesem Thema beschäftigen, diese müssen unbedingt eingebunden werden, denn Medienkompetenz bedeutet mehr als bloß Regeln für den respektvollen Umgang auf Facebook zu erstellen.
„Selbstbestimmung junger Menschen muss erklärtes Ziel sein. Die Sicherheits- und Einschränkungsbestimmungen im Internet dürfen aber nicht zu weit gehen, es braucht einen guten Weg zwischen Freiheit und Sicherheit. Restriktive Kontrollen und Überwachung, so wie es ACTA vorsieht, gefährden den chancenreichen Umgang mit dem Internet.
Wir Grüne treten auf europäischer und nationaler Ebene klar gegen das Anti-Piraterie-Abkommen auf, das massive staatliche Maßnahmen in Richtung Überwachungsstaat zur Folge hätte“, meint Windbüchler-Souschill.