Die Grünen treten für eine Trennung von Staat und Kirche ein. "Daher braucht es keine religiösen Symbole wie das Kreuz in der Schule. Es gilt, dass sich Kinder aller Konfessionen und solche ohne Bekenntnis in unseren Schulen wiederfinden sollen", stellt Harald Walser, der Bildungssprecher der Grünen fest. Damit begrüßt Walser das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, der entschieden hat, dass in italienischen Schulzimmer keine Kreuze hängen dürfen. Diese würde die Religionsfreiheit der Kinder und die Freiheit der Eltern verletzen, ihre Kinder nach ihren religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen zu erziehen.
Die Menschenrechte sind vor allem ein Resultat der Aufklärung und mussten in mühsamen Kämpfen vor allem auch gegen die katholischen Kirche durchgesetzt werden. Walser widerspricht auch dem zweiten NR-Präsidenten Neugebauer, der das Christentum als Wurzel des Abendlandes ansieht: "Niemand will einen Kulturkampf, niemand möchte auf das christliche Tradition verzichten. Die Wurzeln Europas sind aber vielfältig, man denke etwa an die vorchristliche griechische Philosophie, das Römische Recht und den jüdischen Monotheismus."