Die außenpolitische Sprecherin der österreichischen Grünen, Ulrike Lunacek, ist am Samstag beim Vorstandstreffen der Europäischen Grünen in Helsinki zur neuen Sprecherin gewählt worden. Zweiter Europa-Sprecher wurde der Belgier Philippe Lamberts.
Ulrike Lunacek als gewählte Sprecherin der Europäischen
Grünen in Helsinki
Als Generalsekretär wählten die Grünen den Deutschen Juan Behrend, der sich mit 39:31 Stimmen relativ knapp gegen einen weiteren Belgier, Johan Hamels, durchsetzte. Die Wahl Lunaceks und Lamberts war mit jeweils 68 beziehungsweise 63 von 70 Delegiertenstimmen dagegen ungefährdet.
Oben von links: Johan Hamels, Belgien; Treasurer, Sophia Sakhanberidze, Georgien; Magda Mosiewicz, Polen, Harry Vassallo, Malta - unten von links: Juan Behrend, Deutschland, General Secretary; Philippe Lamberts, Belgien, Spokesperson; Ulrike Lunacek, Österreich, Spokesperson; Tommy Simpson, Irland
(nicht am Bild: Johanna Sumuvuori, Finnland)
Lunacek sagte in einer erste Reaktion auf ihre Wahl gegenüber der APA in Helsinki, sie sehe ihre Wahl als Anerkennung des Beitrags, den die österreichischen Grünen innerhalb der Europäischen Grünen schon bisher geleistet hätten. Eine der Hauptaufgaben in ihrer neuen Funktion als wird die Unterstützung verschiedener nationaler Grünparteien in den jeweiligen Wahlkämpfen sein. Seit 1993 gibt es je einen weiblichen und einen männlichen Sprecher der europäischen Grünen. Mit Franz Floss war in den 90er Jahren bereits einmal ein Österreicher Sprecher der damaligen Europäischen Grünen Föderation.
VAN DER BELLEN GRATULIERT
Der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, gratuliert Lunacek herzlich zu ihrer Wahl und zu ihrem ausgezeichnetem Ergebnis und wünscht dem neuen Sprecher-Duo der europäischen Grünen – Lunacek und ihrem Kollegen Lambert – viel Erfolg und alles Gute. „Mit Ulrike Lunacek haben sich die europäischen Grünen für eine engagierte und versierte Sprecherin entschieden. Die österreichischen Grünen werden Lunacek und die MitkämpferInnen in den anderen europäischen Ländern – vor allem dort, wo auf die Grünen noch besonders viel Arbeit wartet – nach allen Kräften unterstützen“, so Van der Bellen in einer ersten Reaktion.
