Der von Stefan Schennach federführend mit Tunesien und der EU erstellte Sonderbericht zur ökologischen, ökonomischen und politischen Lage des Jordantals wurde nach zähen Verhandlungen mit all seinen Forderungen und ohne Enthaltungen von der Euromediterranen Staatengemeinschaft angenommen. „Das ist ein erster Durchbruch, da sowohl Israel, Palästina und Jordanien diesen Bericht zur Kenntnis genommen haben und damit eine weitere Chance des Dialoges insbesondere in der gerechten Wasserverteilung und zur Rettung des Toten Meeres, sowie des Jordanflusses selbst möglich ist“, erklärt Schennach, Vorsitzender der Euromediterranen parlamentarischen Versammlung (EMPA).
Es wurde vereinbart, dass Schennach alle drei betroffenen Staaten zu einem Sondermeeting nach Wien einlädt, um Punkte, die bei den Konfliktparteien kritisch und durchaus abweichend gesehen werden, weiter zu erörtern. Besonders erfreut zeigt sich Schennach, dass seine beiden Grundforderungen erfüllt wurden. Erstens, dass das Verfahren bei der UNESCO in Gang gesetzt wird, das Jordantal auf die Liste der Weltkultur- und des Weltnaturerbes zu setzen. Zweitens, der Appell von Schennach, das Ratifikationsverfahren der UNO aus 1997 betreffend Rechtsetzung bei internationalen Gewässersystemen (was mächtige Oberanrainer und hilflose Unteranrainer betrifft) weiter zu fahren, nachdem erst 16 von 35 notwendigen Staaten ratifiziert haben“, so Schennach heute, nach Ende der Sitzung in Ammann.
Der von Schennach präsentierte Bericht zur Implementierung des mediterranen Solarplans und ein nachhaltiges, auf hydrosolarer Technik basierendes Management wurden ebenso einstimmig zur Kenntnis genommen. Die energietechnologische Zukunft des Mittelmeeres liegt ganz in den Händen erneuerbarer Energien und kann einen nicht unbeachtlichen Anteil zum Kampf gegen den Klimawendel darstellen, so Schennach.
Bei der Generalversammlung der EMPA wurde Schennach für weitere zwei Jahre als Vorsitzender für Energie, Umwelt und Wasser bestätigt und das Ad-hoc-Komitee in ein standing-committee umgewandelt.