Im Grünen Parlamentsklub ist in der Nacht auf Mittwoch eingebrochen worden. Zielobjekte waren nach Angaben der Grünen unter anderem Büros der "Eurofighter-Abgeordneten" Peter Pilz und Werner Kogler. Der stellvertretende Klubobmann Karl Öllinger äußerte bei einer zu einem anderen Thema anberaumten Pressekonferenz offen den Verdacht, dass der Einbruch in "Zusammenhang" mit dem Eurofighter-Untersuchungsausschuss steht.
Die Türen zu den Büros von Stoisits und Pilz wurden eingeschlagen
Opfer des Angriffs waren laut Öllinger auch Büros von Mitarbeitern und der Abgeordneten Terezija Stoisits und Ulrike Lunacek. Ohne "den Ermittlungen der Polizei vorgreifen zu wollen", äußerte er die Vermutung, dass es bei dem Einbruch "nicht um Wertgegenstände gegangen ist, obwohl welche verschwunden sind". "Ich sehe einen Zusammenhang mit dem Untersuchungsausschuss", so Öllinger.
Eine Schranktür, hinter der €-fighter-Ordner aufbewahrt wurden, wurde herausgesrissen. Die wirklich heiklen Akten sind aber an einem sicheren Ort
Die Einbrecher seien "nicht sehr habgierig gewesen", so sei etwa eine auf dem Schreibtisch von Pilz offen gelegene Digitalkamera nicht entwendet worden, dafür aber Aktenschränke mit Eurofighter-Ausschuss-Akten "gezielt aufgebrochen" worden. In anderen Räumlichkeiten seien eine Videokamera und ein Laptop gestohlen worden. Der oder die Täter seien über ein Gangfenster im Gebäude in der Löwelstraße im ersten Wiener Bezirk in die Klubräumlichkeiten eingestiegen. Öllinger sprach von einer "etwas raffinierteren Form" des Einbruchs.