Navigation:
Bild: Kurz & bündig

1 Jahr Fukushima

The Year After.


Japan, 11. März 2011, 14:47 Uhr. Ein gewaltiges Erdbeben erschüttert die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu. 23 Sekunden später erreichen erste Flutwellen das 140 km entfernte Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, eine Stunde später rollen 21 Meter hohe Tsunamiwellen über das Kernkraftwerk hinweg. Die Stromversorgung fällt aus, es kommt zum dreifachen Super-GAU der Stufe sieben – nur Tschernobyl erreichte 1986 diesen Wert. 25 Stunden später kommt es zu Wasserstoff-Explosionen in zwei Reaktorblöcken. Die Menge der freigesetzten radioaktiven Elemente entspricht der von 163 Hiroshima-Bomben. Traurige Bilanz der historischen Katastrophe: 19.000 Opfer, 100.000 Menschen ohne Lebensgrundlage, eine Fläche, 20 mal so groß wie Wien, für Generationen unbewohnbar.

2011 - Die Welt am (Energie)Wendepunkt.

Fukushima bewegt. Weltweit werden Atomausbaupläne gestoppt. China verhängt einen AKW-Ausbaustopp, Italien sagt per Volksabstimmung Nein zu Atomkraft. Deutschland und die Schweiz beschließen Atom- ausstieg und Energiewende. Aber: Immer noch sind weltweit 435 Atomreaktoren in 31 Ländern in Betrieb, immer noch wehren sich Regierungen in Frankreich, Tschechien, der Slowakei oder Ungarn, von ihren Atomplänen abzurücken.

2012 - Was haben wir daraus gelernt?

Deutschland setzt 2011 einen Meilenstein: Die Energie- wende wurde beschlossen und damit der Ausstieg aus der Atomkraft. Die Maßnahmen greifen. Im ersten Halbjahr 2011 lag der Anteil erneuerbarer Energie bereits bei 20% am Stromverbrauch.

Und Österreich?! Die Bundesregierung hat nach der Atomkatastrophe von Fukushima einen „Aktions- plan“ beschlossen und vollmundige Ankündigungen in der Anti-Atompolitik gemacht. Was ist davon geblieben? Wenig. Einziger Lichtblick ist das Ökostromgesetz, das durch unsere Verhandlungen mit Wirtschaftsminister Mitterlehner stark verbessert werden konnte. Der Weg für den Ausbau grüner Energie wäre zumindest geebnet. Der Rest sind leere Versprechungen und mutlose Zugeständnisse: Es gibt immer noch kein gesetzliches Atom-Strom-Importverbot, das wir Grüne schon lange fordern. Österreich soll 100 Millionen Euro zum EURATOM-Forschungsprogramm beisteuern, das europäische Pro-Atom-Papier „Energy Roadmap 2050“ will neue Atom-Förderungsgelder in Millardenhöhe - die Regierung leistet keinen Widerstand.


Wir Grüne leisten Widerstand - und fordern die echte Grüne Energiewende JETZT!


Nur die Grüne Energiewende schützt vor der Atomgefahr! Weg von schmutzig, teuer und gefährlich. Hin zu sauber, innovativ und 100% erneuerbar! Ja, es ist möglich, das zeigt schon, dass im vergangenen Jahr die Industrienationen Deutschland und Schweiz den Atomausstieg beschlossen haben. Österreich kann vorangehen. Wir haben das Know-how, wir haben die vielen innovativen Unternehmen und die engagierten Menschen, um die Grüne Energiewende gemeinsam auf den Weg zu bringen. Wir sind überzeugt, dass wir das schaffen können. In Österreich und weltweit. Beginnen wir hier und jetzt!

Wir Grüne kämpfen täglich in der politischen Arbeit für den Atomausstieg, national und international. Um unserem Anliegen noch mehr Druck zu verleihen, brauchen wir Dich!

  1. Unterstütze unsere Forderungen für den Atomausstieg
  2. Nur Ökostrom ist guter Strom - bitte wechsele auf einen Ökostromanbieter!
  3. Bitte sorgsam mit Energie umgehen! Mehr Infos auf energiewende.athttps://cms.gruene.at/fileadmin/bund/img/bt_weiter.png
  4. Druck machen! Schreiben Sie doch an den Bundeskanzler (werner.faymann@spoe.at) und den Vizekanzler (michael.spindelegger@bmeia.gv.at). Und fragen Sie, was die Regierung denn so tut in Sachen Atomausstieg?
  5. Positiv denken & informieren. Ganz wichtig ist es, Familie, Freunde und Bekannte zu informieren. Und so unser persönliches Umfeld zu überzeugen, dass die Grüne Energiewende machbar ist!

Alle Infos findest du hier zum Download https://cms.gruene.at/fileadmin/bund/img/bt_weiter.png


Gute Argumente haben wir außerdem in einer eigenen Energiewende-Broschüre zusammengetragen – kostenlos zu bestellen unter bundesbuero@gruene.at

 

Song zum Gedenken an die Opfer in Japan

Quelle: www.chiefjackson.net




TV Tipp: Fukushima - Die Wahrheit hinter dem Super-Gau

Gesendet am 5. März 2012 auf ARTE

Quelle: www.arte.tv