
Die Ressourcen der Universitäten müssen verbessert und die Qualität der Studien gesichert werden, denn die derzeitigen Arbeitsbedingungen an österreichischen Universitäten ermöglichen keine qualitativ hochwertige Ausbildung. Die Anzahl der HochschullehrerInnen muss aufgestockt werden, sodass das Anbieten von zusätzlichen Lehrveranstaltungen möglich wird. Die Schaffung verbesserter Raumressourcen und ausreichender Laborplätze wird durch einen beschleunigten Bau- und Sanierungsplan für Universitäten sichergestellt. Die derzeit bestehenden langen Wartelisten werden damit abgebaut.

Internetzugang, Drucker, Kopierer, ein eigener Schreibtisch mit Bürosessel, Ablagefächer und ein versperrbarer Rollcontainer – das sind die nötigen Voraussetzungen, damit LehrerInnen ihr Arbeit in der Schule erledigen können. Dazu ein Dienstrecht, dass Zeiten für Teamkoordination, Elterngespräche, etc. berücksichtigt. Dann können LehrerInnen Ihre Arbeit in der Schule machen und müssen nicht spät Nachts über Hausaufgaben brüten.

Gleiche Leistung sollte gleich entlohnt werden: die Löhne aller PädagogInnen, vom Kindergarten an, sollen an das der AHS-LehrerInnen angeglichen werden, weil Leistung in allen Bildungseinrichtungen mit gleicher Wertigkeit stattfindet. Die Anhebung der Einstiegsgehälter bringt vor allem jungen PädagogInnen eine bessere Verteilung ihres Einkommens und bedeutet gleichzeitig eine deutlich bessere Einkommensentwicklung bei den Niedrigsteinkommen.

Im Sinne des lebensbegleitenden Lernens soll es jedeR BürgerIn, unabhängig von der finanziellen Situation und dem Alter, frei stehen und möglich sein, sich weiter zu bilden. Die Altersgrenze für StipendienbezieherInnen (derzeit 35 Jahre) muss angehoben werden. Die Möglichkeit des unkonventionellen Einstiegs in den universitären Bildungssektor ist sicherzustellen. Vermehrte Durchlässigkeit wird auch durch flexible Organisationsformen des Lehrbetriebs, Abendkurse, Teilzeitangebote und Fernstudien garantiert.

Individuelle Förderung im Klassenzimmer braucht Ressourcen. BegleitlehrerInnen in jeder Klasse ermöglichen es, auf die Begabungen und Schwächen der einzelnen SchülerInnen individuell einzugehen. 10% FörderlehrerInnen an jeder Schule garantieren den Erfolg.

Eltern brauchen zeitlich ganztägige Betreuungsangebote. Die Berufstätigkeit beider Eltern scheitert in vielen Teilen Österreichs an Kinderbetreuungseinrichtungen, die schon am frühen Nachmittag oder gar über Mittag schließen und in den Ferien gar nicht offen haben. Nur eine Ausweitung der Öffnungszeiten von Kindergärten und Horten in die Ferien gewährleistet umfassende Betreuung.

Österreichs Universitäten brauchen mehr HochschullehrerInnen, damit eine gute Zusammenarbeit und ausreichende Betreuung bei der Verfassung von wissenschaftlichen Arbeiten wie Diplomarbeiten oder Dissertationen garantiert werden kann. Aufgrund der restriktiven Budgets wurden weiters über Jahre wichtige Professuren nicht nach besetzt und ein Mangel an HochschullehrerInnen bedingt Betreuungsverhältnisse für Studierende, die nicht tragbar sind, deutlich unter dem EU Schnitt liegen und zu Studienverzögerungen führen.

Klassenwiederholungen sind ineffizient und leistungshemmend. Im echten Modulsystem gibt es kein Sitzenbleiben, weil jedes Modul positiv abgeschlossen werden muss.

Um die Qualität zu gewährleisten, braucht es einen österreichweit gültigen Bildungsplan. Darin sollten Mindeststandards für pädagogische Qualitäten (einschließlich Ausbildung von Tageseltern) beinhaltet sein. Die Ausbildung für alle pädagogischen Berufe (KindergartenpädagogIn, HortpädagogIn, SozialpädagogIn, FamilienpädagogIn) hat auf tertiärer Ebene an Universitäten, Pädagogischen Hochschulen bzw. Fachhochschulen zu erfolgen, die Anstellungserfordernisse sollten einheitlich sein!

Damit die Unis aus „Angst“ vor den Studierenden keine Hürden mehr aufbauen müssen, ist durch eine konkurrenzfähige Basisausstattung und verbesserte personelle, räumliche und apparative Ressourcen notwendig. Die Förderung von Forschung und Lehre zählen nach Auffassung der Grünen zu den zentralen Verantwortungsbereichen des Staates, welche nicht unkritisch und folgenlos an andere zu delegieren sind.

SchülerInnen, Eltern, LehrerInnen und Schulleitung haben ein gemeinsames Ziel. Mitbestimmung für alle Beteiligten sorgen für mehr Motivation, höheres Verantwortungsbewusstsein und individuelle Lösungen am Standort.

Maßnahmen für den elementaren Bildungsbereich scheitern bzw. verzögern sich durch Kompetenz-Streitigkeiten zwischen Bund und Ländern. Die ungleiche Behandlung von Kindern in Österreich beruht nicht auf ihren unterschiedlichen Bedürfnissen bei außerhäuslicher Betreuung, sondern ist Ergebnis der Länderkompetenz und ihrer unterschiedlichen Ausgestaltung. Um ein Mindestmaß an pädagogischen Standards zu erreichen und auch Organisatorisches wie Ausstattung, Größe und Beschaffenheit der Räume, Gruppengrößen und Öffnungszeiten regeln zu können, darf das Kindergarten- und Hortwesen nicht mehr alleinige Landessache sein. Eine Änderung der verfassungsrechtlichen Kompetenzbestimmungen für den vorschulischen Bildungs- und Betreuungsbereich sind dafür ebenso notwendig wie die Schaffung eines bundeseinheitlichen Grundsatzgesetzes zur Kinderbetreuung, das österreichweite gemeinsame Standards setzt.

Eine umfassende Studien- und Bildungsberatung müssen lange vor der Matura einsetzen. Die Entscheidung, wohin die „Bildungsreise“ gehen soll, ist ein Prozess, der Zeit, Erfahrung und Information braucht. SchülerInnen müssen Gelegenheit bekommen, den Unialltag zu erleben. Wir fordern Schnuppertagewochen an Universitäten und FHs, sowie die Einbindung von HochschullehrerInnen in den Unterricht aller weiterführenden Schulen.

Die Bildungslaufbahnentscheidung mit 9 ½ Jahren ist zu früh. Die Gemeinsame Schule bietet mehr Chancen für alle Kinder. Mit 14 Jahren wissen SchülerInnen, welchen Weg sie einschlagen wollen.Runter von der Bildungsbremse! Volksbegehren Bildungsinitiative unterstützen – jetzt!

Kinder brauchen Raum und gute Betreuungsverhältnisse, um sich entfalten zu können. Das Ziel muss ein Bundesrahmen- gesetz zur Kinderbetreuung sein, welches Standards wie Gruppengröße, Betreuungsschlüssel, Öffnungszeiten, Ausbildung und Bezahlung des Personals uvm. beinhalten soll.

Wir wollen Hochschulen, die auf die Probleme und Bedürfnisse der Gesellschaft eingehen und der Reflexion, Orientierung, Entwicklung von Kritik-, Urteilsfähigkeit und Toleranz dienen. Der Markt ist nicht die Messlatte für Hochschulbildung. Zentrale Aufgabe der tertiären Bildungseinrichtungen ist es, vorhandenes Wissen zu bewahren und neues Wissen zu schaffen. Die Chancen für AbsolventInnen sogenannten “Orchideenfächer” sind besser als vermutet. War nicht auch die Quantenphysik noch Anfang des vorigen Jahrhunderts ein Orchideenfach?

Alle Kinder haben ein Recht auf zukunftsorientierte Bildung. Das Stigma der Sonderschulen wird abgeschafft. Die Regelschule bietet den nötigen Raum und die Ressourcen für den Unterricht unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse jedes Kindes.

Die Berufstätigkeit beider Eltern scheitert in vielen Teilen Österreichs an Kinderbetreuungseinrichtungen, die schon am frühen Nachmittag oder gar über Mittag schließen. Eltern brauchen zeitlich ganztägige Betreuungsangebote mit einer Versorgung der Kinder zu Mittag.

300 Euro monatliche Basisfinanzierung für alle Studierenden, damit sie sich auf ihr Studium konzentrieren können und nicht gleichzeitig arbeiten gehen müssen. Studierende können bei Bedarf weitere 450 Euro pro Monat beantragen, diese sind für Haushalte aus dem unteren Einkommensdrittel Studienbeihilfe, für andere Studierende ein unverzinster bzw. mit 5% verzinster Kredit. Das Modell soll die derzeitige Familienbeihilfe und das Studienbeihilfesystem ersetzen.

In der ganztägigen Schule mit verschränktem Unterricht gibt es keine Hausaufgaben – alle SchülerInnen haben frei ab Drei!

Ein Kinderbetreuungsplatz in Österreich ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Privileg. Vor allem für unter 3-Jährige fehlen rund 40.000 Plätze. Der Ausbau muss zügig fortgesetzt werden sodass jedes Kind einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag hat.

Universitäre Bildung und Qualifizierung für verschiedene Berufsbilder basieren auf forschungsgeleiteter Lehre. Die Forschung an den Universitäten ist die Grundlage neuer Erkenntnisse, die der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Junge ForscherInnen brauchen beste Rahmenbedingungen und sichere Arbeitsplätze an den Universitäten. Das Berufsbild „ForscherIn“ muss attraktiver werden.

In einer Ganztagsschule mit verschränktem Unterricht ist Zeit für Bewegung und Sport – jeden Tag. Das fördert die Fitness und die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen – auch intellektuell. Jedes Kind hat ein Recht auf tägliche Bewegung!

Ein Jahr im Kindergarten ist nicht ausreichend um für den Schulstart gut gerüstet zu sein. Soziales Miteinander und Deutschkenntnisse können im Kindergarten spielend erlernt werden. Daher sollen alle Kinder in den letzten beiden Jahren vor der Einschulung in den Kindergarten gehen.

Wir brauchen mehr AkademikerInnen aus allen Bevölkerungsschichten. In Österreich ist Bildung erblich: Der Anteil Studierender als dem unteren Einkommensdrittel ist in den letzten 10 Jahren noch weiter gesunken. Deshalb brauchen wir eine Grundsicherung für alle Studierenden, ein Studienunterstützungsystem, das den Namen verdient und Rahmenbedingungen an den Unis, die ein rasches Studium ermöglichen. Die Hemmschwelle, ein Studium zu beginnen, muss fallen, die Schnittstelle Uni/FH zur Schule soll zu einer Nahtstelle werden.

Eltern zahlen jährlich 140 Millionen Euro für private Nachhilfe. In der Schule der Zukunft sorgen StützlehrerInnen dafür, dass die Lernziele auch erreicht werden.

Kindergärten sind Orte der Bildung. Nur in kleinen Gruppen können Kinder optimal gefördert werden. Fünfzehn Kinder pro Gruppe müssen die Obergrenze sein. Für Kleinkinder unter drei Jahren müssen zwei PädagogInnen zur Verfügung stehen.

Die aktuelle Höchststudienbeihilfe liegt unter dem Existenzminimum bzw. unter dem Betrag der Mindestsicherung und damit deutlich unter der Armutsgefährdungsschwelle. Nur 18 Prozent der Studierenden in Österreich beziehen derzeit Studienbeihilfe. 41Prozent der Studierenden bekommen keinerlei Förderung. Als Konsequenz dessen ist der Anteil der erwerbstätigen Studierenden auf über 60 Prozent gestiegen, was zu Studienverzögerungen führt. Für ein Land mit einem der höchsten BIPs weltweit ist der Umgang mit den Studierenden einfach beschämend. Daher: Grundsicherung für alle und Studienunterstützung bei Bedarf!

Wir fordern eine nachvollziehbare motivierende Leistungsdokumentation anhand von Leistungsstandards und individueller Leistungsvorlage. Ziffernnoten sagen nichts über die tatsächlichen Leistungen der SchülerInnen aus. Sie dokumentieren lediglich Defizite und sind nicht vergleichbar.

Hochwertige Betreuungs- und Bildungsangebote dürfen nicht das Privileg ausgewählter Eliten sein. Familiäre Herkunft darf nicht über die Chancen im Leben unserer Kinder entscheiden. Kostenlose Kinderbetreuung ab dem 1. Geburtstag ermöglicht allen Kindern einen guten Start in den weiteren Bildungsweg.
Das Bildungsvolksbegehren liegt vom 3. bis 10. November zur Unterschrift auf. Unterstützen können Sie es aber schon jetzt!
Unterschreiben können Sie erst im November, aber schon jetzt können Sie in der Familie, unter Freunden oder mit Bekannten über Bildung sprechen. Die Botschaft: Eine Unterschrift für das Bildungsvolksbegehren ist eine Stimme für die Veränderung und Reform unseres Bildungssystems.
Ihre Unterschrift zeigt, dass Ihnen Ihre Bildung und die Ihrer Kinder ein Anliegen ist. Sprechen Sie darüber im Kindergarten, auf Elternabenden, im Uniseminar. Bildung darf nicht betonharten Gewerkschaftsbonzen der Marke Fritz Neugebauer oder provinziellen Landesfürsten vom Schlage eines Erwin Pröll überlassen werden. Machen Sie sich wichtig, indem Sie unterschreiben.
Wir Grüne unterstützen das Bildungsvolksbegehren mit aller Kraft, denn die Regierung muss endlich runter von der Bildungsbremse.
Ihre Kinder, alle Kinder in diesem Land haben ein Recht auf die bestmögliche Bildung und Ausbildung. Das gegenwärtige Bildungssystem leistet das leider nicht. Zu viele Begabungen werden nicht erkannt, zu viele Kinder bleiben zurück. Rund 28 Prozent der 14-jährigen können nicht sinnerfassend lesen. In Finnland sind es nur acht Prozent. Es kann ja wohl nicht sein, dass österreichische Kinder dümmer als finnische sind. Es liegt daher am Bildungssystem.
Wir haben deswegen unseren Kindern gegenüber die Pflicht, dieses Bildungssystem zu reformieren.



Weitere Informationen auch unter www.vbbi.at